Die Zukunftsmobilisten!

Die Zukunftsmobilisten!

In dieser Podcastreihe gibt es Eins zu Eins-Interviews von Jürgen Vagt mit Akteuren der Zukunftsmobilität.

26. März 2019 Die Zukunftsmobilisten: Nr. 27 Philipp Martin Haaf (Capgemini)

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 27 Philipp Martin Haaf (Capgemini)

von Jürgen Vagt 25.03.19
Heute war Philip Martin Haaf von der Unternehmensberatung Capgemini https://www.capgemini.com/de-de/ zu Gast bei den Zukunftsmobilisten. Philip Martin Haaf hat in Mannheim Betriebswirtschaftslehre studiert und betreut eben seit 10 Jahren den Automobilsektor und hat einen inhaltlichen Schwerpunkt auf Elektromobilität gelegt. Wir haben dann die Geschichte der letzten 10 Jahren in der modernen Elektromobilität hervor gearbeitet und wo sind wir im Jahr 2019. Die Fortschritte bei der Batterie waren natürlich ein Thema, denn noch vor 5 Jahren war die gegenwärtige Leistung der Batterien in aktuellen Serienautos undenkbar. Zudem haben sich die Kosten für Batterien diskutiert, weil der Preis der Batterien massiv gefallen ist. Wo sind nun im Winter 2019 die Herausforderungen? Die Integration von elektrischen Fahrzeugen in Firmenfuhrparks ist ein Thema und andererseits muss die Ladeversorgung immer weiter entwickelt werden, weil die Produktlandschaft wird immer besser und immer mehr Hersteller bringen mehr Fahrzeuge auf den Markt. Auf meinem Blog http://elektroautovergleich.org/ berichtete ich über diese Veränderungen. Aber die Dienstleistungen rund ums Elektroauto sind noch mau, sodass der Umstieg aufs Elektroauto noch schwierig ist für Privatpersonen und Unternehmen ist. Mit der neuen und kontrovers diskutierten Ladesäulenverordnung gibt es nun noch in diesem Jahr einen einheitlichen Standard, sodass die Grundlagen für den Markthochlauf gelegt sind. Man kann also bald und noch im Jahr 2019 mit einer elektrischen Tankkarte überall im Bundesgebiet sein Elektroauto aufladen. In der Zukunft soll es bald auch europäisch möglich sein und mit dieser Standardisierung wird die Elektromobilität sich gut weiter entwickeln. Im Winter 2019 wird es für immer mehr Flottenmanager dringend notwendig sich mit der Integration von elektrischen Fahrzeugen zu beschäftigen, weil einerseits immer mehr Dieselfahrverbote in Innenstädten in Kraft treten und andererseits der Einsatz des Streetscooters bei der Post zeigt, wie man erfolgswirksam elektrische Fahrzeuge in Flotten einführt. Der Einsatz des Streetscooters zeigt, dass bei gewissen Fahrprofilen wie eben bei der Auslieferung von Briefen und Paketen elektrische Fahrzeuge sich schon Jahr 2019 rechnen. Ausgehend von diesen Fahrprofilen werden immer mehr Unternehmen aufs elektrische Autofahren umzusteigen.

Diese freie Version des Interviews umfasst 14 Minuten und unter https://www.digistore24.com/product/265404 können Sie das vollständige Interview mit 55 Minuten gegen 2,38 € brutto und 2 € netto erwerben. Sie können mit allen gängigen Zahlungsmethoden bezahlen und danach den WAV File auf jedem Smartphone oder Notebook hören.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 26 Jutta Kleinschmidt (Paris-Dakar Gewinnerin)

von Jürgen Vagt 22.03.19
Mit Jutta Kleinschmid konnte ich eine Paris -Dakar Gewinnerin für die Interviewreihe: Die Zukunftsmobilisten gewinnen. Jutta Kleinschmidt schildert am Anfang des Interviews die Geschichte der alternativen Antriebe im Motorsport. Daher haben wir auch über Le Mans gesprochen, dort sind einige Expertentierfahrzeuge außer Konkurrenz in den 2000 er Jahren gefahren. Vor ein paar Jahren ist selbst ein Wasserstoffrennauto in Le Mans gefahren und man hat mit Downsizing im Rennwagenbau experimentiert. Auf der anderen Seite hat sich in den letzten Jahren die Formel E etabliert und diese elektrische Formel 1 hat jetzt im Jahr 2019 schon acht große Automobilhersteller, aber insgesamt hängt der Motorsport der Entwicklung im allgemeinen Automobilbau hinterher. Insbesondere bei den großen Rallyeraids könnte man Wasserstoff unter Extrembedingungen testen. Rallyeraids oder Cross-Country Events sind und waren die Motorsportdisziplin von Jutta Kleinschmidt und diesen langen Rally-Events fährt man 400 – 500 Kilometer am Stück und gegen die Zeit. Bei diesen Anforderungen kommt der batterie- elektrisch Antrieb an seine Grenzen und bei diesen langen Rallyes könnte der Wasserstoffantrieb seine Vorteile ausspielen, weil die Aufladung mit Wasserstoff nur wenige Minuten dauert und dann stehen die Rallyefahrern 500 – 700 Kilometer zur Verfügung. Im Gegensatz zu den Rallyes in der Rallye-WM, bei den nur Sprintdistanzen von 15 bis 20 Kilometern gefahren werden, kann man schlecht Stromleitungen in die Wüste oder in die Pampa verlegen. Mobile Ladestationen wären eine Möglichkeit, dann kämen Lkws mit riesigen Batterien zur Versorgung der Rallyefahrzeuge. Aber bei den Profilen der großen Rallye-Raids wie der Paris-Dakar könnte der Wasserstoffantrieb erprobt werden. Ich brachte noch das Interview mit Jochen Pallasch aus dieser Interviewreihe ins Gespräch, denn auch bei den Bundesministerien und in der Forschungsförderung werden Wasserstoffantriebe auf großen Transit-strecken diskutiert. Bei den klassischen Rallyes der Rallye-WM oder dem Rallyecross könnten aber problemlos batterie- elektrische Antriebe eingesetzt werden. Entscheidend ist aber, dass es Innovationsszenen im Motorsport gibt. Das Peakes Peak – Bergrennen ist ein gutes Beispiel für solche eine Entwicklung, erst vor ein paar Jahren begann ein paar Enthusiasten und heute nutzen Hersteller wie Volkswagen diese Plattform.

Diese freie Version des Interviews umfasst 11 Minuten und unter https://www.digistore24.com/product/265075 können Sie das vollständige Interview mit 29 Minuten gegen 2,38 € brutto und 2 € netto erwerben. Sie können mit allen gängigen Zahlungsmethoden bezahlen und danach den WAV File auf jedem Smartphone oder Notebook hören.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 25 Geza Brugger e&Co. AG

von Jürgen Vagt 19.03.19

Heute war Geza Brugger von der Unternehmensberatung e&Co. AG https://www.eandco.com/home.html zu Gast bei den Zukunftsmobilisten. Der studierte Kaufmann hat eine Karriere in der Industrie und Beratung hinter sich und sich 2015 mit einer Unternehmensberatung selbständig gemacht. Im Rahmen dieser Unternehmensberatung werden auch kleinere Unternehmen in der Zukunftsmobilität betreut und zu einer gewissen Reife gebracht. In der letzten Zeit ist durch eine Kooperation mit einem österreichischen Unternehmen ein eigener Fond entstanden, der in Unternehmen der Zukunftsmobilität investiert. Wir haben am Anfang des Gespräches eine Bestandsaufnahme der gegenwärtigen Start up Szene vorgenommen, um herauszuarbeiten, wo sich Schwerpunkte der Zukunftsmobilität gebildet haben. Natürlich sind da Aachen und München als Regionen gefallen, aber die Start up Szene ist in der Mobilität sehr aktiv und Investoren geben gerne und großzügig Finanzierungen. Im Spätwinter 2019 kann man die verschiedenen Sharing-Unternehmen sehen und erleben, sei es nun das Teilen von Rollern oder Autos oder die neuen Mobilitätsunternehmen wie Ridesharing-Anbierter. In deutschen Großstädten kann man bereits viel Zukunftsmobilität als Kunde erleben. Zudem werden die ersten elektrischen Fahrzeuge von Start ups auf den Markt kommen und wir haben über die Trends im elektromobilen Autobau analysiert. Dann sind wir zum Thema automatisiertes Autofahren bzw. autonomen Autofahren gekommen und dies ist eben auch der Schwerpunkt der unternehmerischen Tätigkeit von Geza Brugger. Gegliedert nach den Wirtschaftsräumen China, USA und Europa haben wir den aktuellen Entwicklungsstand in diesem Technologiefeld herausgearbeitet. Geza Brugger von e&Co. AG hebt die technologische Führerschaft der deutschen Automobilindustrie hervor, was die automatisierten Fahrassistenzsysteme angeht und technisch sind die Fahrzeuge aus dem deutschen Automobilbau weitaus besser als die sogenannten Robotertaxis von den us-amerikanischen Tech-Giganten. Wir hatten schnell einen Konsens erreicht, dass man zwischen dem klassischen Produktgeschäft innerhalb der Automobilindustrie und den neuen Mobilität-Dienstleistungen unterscheiden muss. Gerade in diesen Wochen werden verschiedene Anbieter von Mobilität-Dienstleistungen konkreter und man sieht wenigstens schemenhaft, wie sich die etablierten Anbieter in der Verkehrswirtschaft zu Anbietern von Mobilitätsdienstleistungen wandeln werden. Natürlich stellt sich die Frage, ob und wann sich eine Mobilitätsplattform als dominierender Marktplayer bestimmen lässt. Als Zukunftsversion kann man festhalten, dass immer mehr Fahrzeugen im Sharingbetrieb fahren werden und diese Fahrzeuge werden immer automatisierter und autonomer.

Diese freie Version des Interviews umfasst 13.30 Minuten und unter https://www.digistore24.com/product/264654 können Sie das vollständige Interview mit 47 Minuten gegen 2,38 € brutto und 2 € netto erwerben. Sie können mit allen gängigen Zahlungsmethoden bezahlen und danach den WAV File auf jedem Smartphone oder Notebook hören.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 24 Mladen Djuric (Clevershuttle)

von Jürgen Vagt 18.03.19

Mladen Djuric von Clevershuttle https://www.clevershuttle.de/ war heute zu Gast bei den Zukunftsmobilisten und der studierte Kaufmann berichtete über seine Zeit in diesem Start up. Im Jahr 2015 wurde dieses Start up gegründet und in diesem Jahr hat auch Mladen Djuric angefangen. Man muss Menschen in der Provinz erst mal das Geschäftsmodell von einem Ridesharinganbieter wie Clevershuttle erklären, aber im im Prinzip ist das Konzept von Clevershuttle einfach. Man registriert sich per App und wenn man eine Fahrt buchen will, dann wird man am Aufenthaltsort von einem Clevershuttle-Fahrzeug abgeholt und dann wird man gegen einen Obolus zu seinem Zielort gebracht. Viele Menschen kennen diese Konzepte aus dem Urlaub in Südamerika, Südafrika oder der Türkei. Aber bei Clevershuttle vermeidet man den Begriff Sammelstaxi, weil man sich einerseits in einer Konkurrenzsituation mit dem klassischen Taxigewerbe befinden und anderseits ist man eben eine online-basiertes Geschäftsmodell. Zudem betont Mladen Djuric, dass Clevershuttle ausschließlich auf elektromobile Antriebe setzt. Deswegen setzt Clevershuttle ausschließlich auf den Nissan e-NV 200 und setzt eben keine Verbrenner ein. Testweise werden auch Wasserstoffantriebe mit dem Toyota Mirai erprobt, denn man will sich beide Technologien offen halten. Also sowohl die batterie- elektrischen Antriebe als auch die Wasserstoff-angetriebenen Fahrzeuge. Clevershuttle hat jetzt im Winter 2019 schon drei Jahre Erfahrung mit einem ausschließlich elektrischen Fuhrpark und deswegen habe ich gefragt, wie man erfolgreich einen komplett elektrischen Fuhrpark in Großstädten betreibt. Mladen Djuric betonte noch mal, dass man als Unternehmen mit einem entsprechenden Fuhrpark eine eigene Ladestation braucht und bei Clevershuttle hat man sich für eine Mischung aus normalen Ladestationen und aus einigen Schnellladern entschieden. Obschon man keinen direkten Vergleich zu einem Fuhrpark mit Verbrennern hat, ist der Betrieb mit elektrischen Fahrzeugen sehr kostengünstig. Als Sicherheitsreserve nutzt Clevershuttle auch die öffentliche Ladestruktur und hier fällt das Urteil durchwachsen aus. In einigen Städten wie Berlin ist die Versorgung mit Ladesäulen sehr gut, aber in anderen Städten ist das Angebot auch viel schlechter.

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Die Zukunftsmobilisten: Nr. 23 Jürgen Vagt mit Peter Wüstnienhaus (DLR)

Das deutsche Zentrum für Luftfahrt und Raumfahrt in der Person von Peter Wüstnienhaus (DLR) war heute zu Gast bei den Zukunftsmobilisten. Mit Peter Wüstnienhaus hat sich ein altgedienter Vertreter der Elektromobilität die Ehre geben, Peter Wüstnienhaus ist schon seit 2009 in der Forschungsförderung für Elektromobilität tätig und seit 2012 ist er überzeugter Elektroautofahrer. Wir haben erstmal die Veränderungen in den letzten Jahre der Elektromobilität besprochen und wir haben einen Schwerpunkt auf die wilde Frühphase der Elektromobilität in den Jahren 2010 – 2013 gelegt. Heute im Winter 2019 wird an vielen Ecken ein einheitlicher Standard verabschiedet, so soll das Kartenchaos mit der nun gültigen Ladesäulenverordnung ein Ende haben. In den ersten Jahren der Elektromobilität haben Energieversorger viele Ansätze erprobt und nun ist mit der kontrovers diskutierten Ladesäulenverordnung ein verbindlicher Standard verabschiedet worden. In diesem Aspekt ist alles gerüstet für den Markthochlauf und insgesamt sieht Peter Wüstnienhaus die Ladetechnik eher positiv, aber momentan können die Autobauer die Nachfrage nicht befriedigen. In der Tendenz kritisiert Peter Wüstnienhaus die etablierte Autoindustrie, je nach Hierarchiestufe und Alter hatten die Manager in der Automobilindustrie eine Verweigerungshaltung gegenüber der Elektromobilität. Aber Tesla hat die Autoindustrie und deren Manager verändert. Man sollte Tesla nicht gegenüber Laien über den grünen Klee loben, aber sowohl die technischen Aspekte als auch das Geschäftsmodell sind beeindruckend und die Erfolge von Tesla in der Oberklasse veränderten die etablierten Autobauer. Das gilt auch für das Thema des autonomen Fahrens, seit 2 bis 3 Jahren wird das Thema für Projektträger immer wichtiger. DLR und eben Peter Wüstnienhaus betreuen die ersten Projekte und die ersten Modellvorhaben in Deutschland. In der Forschung über Elektromobilität wird immer mal wieder das Thema Batterie diskutiert und es könnte eben auch noch zur Feststoffbatterie gehen. Aber gegenwärtig hat sich Litihum-Ionen Batterie als Standard durchgesetzt und in der normalen Großserienproduktion gibt es riesige Kostendegressionseffekte. Peter Wüstnienhaus kennt diese Entwicklung, noch vor 4 Jahren war es undenkbar, dass man ein Elektroauto mit einer Batterie 40 kWh für unter 40000 € kaufen kann. Die Preise zeigen eben den Kostenverfall beim modernen Elektroauto und dessen Lithium-Ionen Batterie.

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Die Zukunftsmobilisten: Nr. 22 Jürgen Vagt und Volker Blandow (TÜV Süd)

Volker Blandow vom TÜV Süd war heute zu Gast bei den Zukunftsmobilisten und er verfügt bereits über 27 Jahre Erfahrung in der Elektromobilität. Schon 1991 arbeitete Volker Blandow am X1 von BMW und so haben wir uns am Anfang über die Geschichte des Elektroautos unterhalten. Es gab immer mal wieder Versuche, dass Elektroauto zu fördern. Ob es der Modellversuch auf Rügen oder in Kalifornien waren, aber dann kam 2009 Tesla und zeigte, wie man mit kleinen Mitteln die etablierte Autoindustrie blamiert. Dann konzentrieren wir uns auf die 2010 er Jahre und wir beurteilten das elektrische Angebot in den 2010 er Jahren. Natürlich kamen wir dann auf das Batteriethema und es ist für Fachleute wie Volker Blandow überraschend, dass sich in wenigen Jahren seit dem Jahr 2012 die durchschnittliche Reichweite von elektrischen Neuwagen von 150 Kilometern auf die durchschnittliche Reichweite heute im Winter 2019 auf 300 Kilometer erhöht hat. Heute im Winter 2019 ist fast eine 60 Kwh-Batterie bei einem Neuwagen für 40000 € Standard und so ein Preis-Leistungsverhältnis war noch vor wenigen Jahren undenkbar. An der Batteriefront hat das Elektroauto gewonnen und es wird immer besser im Vergleich zu modernen Verbrennern. In den 2000 er Jahren gab es das Schlagwort des Downsizing innerhalb der Autoindustrie und unter diesen Begriff verstand man, dass man mit kleineren und verbrauchsärmeren Motoren den Verbrauch drosseln wollte. Dieses Thema hat stark an Dynamik verloren, aber Volker Blandow hob auch hervor, dass dieser technologischer Ansatz kaum Zukunft hat. Selbst wenn die Verbrenner einem Downsizing unterworfen werden, dann werden Elektroautos trotzdem kostengünstiger und leistungsstärker sein. Diese Zukunftsanahme stützt Volker Blandow auch auf einen weiteren Kostenverfall bei den Batterien. Von zentraler Bedeutung sind aber die Klimaschutzbemühungen, denn die gegenwärtigen europäischen Klimaschutzbestimmungen hinsichtlich des Flottenverbrauches reichen nicht aus, um die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens zu erreichen. Laut den Berechnungen von Volker Blandow müssten noch 15 g im Flottenverbrauch eingespart werden. Die gegenwärtigen Reduktionen beim Flottenverbrauch reichen auch nicht aus, um die Ziele des völkerrechtlich verbindenlichen Pariser Klimaabkommens einzuhalten.

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Die Zukunftsmobilisten: Nr. 21 Jürgen Vagt mit Dr. Karl Obermair (Tüv Rheinland)

Heute war Dr. Karl Obermair zu Gast bei den Zukunftsmobilisten und der promovierte Sozialwissenschaftler verantwortet gegenwärtig die Zukunftsmobilität beim TÜV Rheinland. Deswegen ging es in unserem Gespräch um die Sicherheitsaspekte in der Zukunftsmobilität und wir fingen mit der Sicherheit von Batterien der Elektroautos an. Batteriebrände waren immer mal wieder ein Thema in den Medien, aber der TÜV Rheinland arbeitet schon an differenzierte Sicherheitsthemen. Es geht um Fragen, wie Batterien auf kleine Park-Rempler reagieren und ob durch solche Unfälle in Brände in Elektroautos entstehen können. Herr Dr. Obermair hob hervor, dass im Winter 2019 es immer noch große Veränderungen bei den Batterien geben kann. In der Forschung sind Feststoffbatterien ein zentrales Thema und auch wenn immer mehr Elektroautos mit Lithium-Ionen Batterien verkauft werden, können andere Batterietypen ein Thema werden und außerdem könnte Wasserstoff als Speichermedium und mit der Brennstoffzelle als Antrieb wieder relevant werden. Aber der TÜV beschäftigt sich mit der Standardisierung der Dienstleistung um das Elektroauto und auch dieses Thema ist für die Etablierung der Elektromobilität relevant. Dr. Karl Obermair sieht bei diesem Thema die Politik in der Verantwortung und das Ziel muss sein, dass bundesweit einheitlich mit allen Zahlungsmöglichkeiten an einer Ladestation geladen und bezahlt werden kann. Wenn die Politik die nötigen Regeln trifft, dann werden die relevanten Marktakteure in entsprechenden Lösungen investieren und der TÜV Rheinland macht sich Gedanken über die Standarisierung des Ladens an öffentlichen Stationen. Der Servicequalität muss dann auch standardisiert werden, weil dann der deutsche Autofahrer überall in Deutschland einen Qualitätsstandard hätten und diese standardisierte Qualität würde dann den Markthochlauf des Elektroautos befördern. Abschließend haben wir über das autonome Auto gesprochen und auch wenn die Veränderung in einem jüngeren Stadium ist, gibt es riesige Sicherheitsfragen. Nach einer Bestandsaufnahme der gegenwärtigen Modellvorhaben aber wir die verschiedenen Aspekte des Themas zerlegt und die Zulassungfrage der hoch automatisierten Fahrroboter ist noch in ferner Zukunft. Relevanter wird die Zulassung der Fahrzeuge mit dem Automatisierungslevel drei im Jahre 2019 und dann wird es eben automatisiertes Autofahren im öffentlichen Verkehr geben.

Diese freie Version des Interviews umfasst 10 Minuten und unter https://www.digistore24.com/product/262244 können Sie das vollständige Interview mit 31 Minuten gegen 2,38 € brutto und 2 € netto erwerben.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 20 Jürgen Vagt und Johannes Pallasch (NOW)

von Jürgen Vagt 20.02.19
Mit Johannes Pallasch konnte ich einen Vertreter der NOW https://www.now-gmbh.de/en bei den Zukunftsmobilisten begrüßen. Die Now-GmbH ist ein zentraler Akteur in der Zukunftsmobilität und ist ein Tochterunternehmen des Bundesministeriums für Verkehr. Bei der Now sitzt man also im Zentrum der Zukunftsmobilität und man bedient sowohl das batterie-elektrische Fahren als auch Wasserstofffahrzeuge. Im Jahr 2019 wird Daimler ein Wasserstofffahrzeug auf den Markt bringen und jetzt ist Wasserstoffantrieb wieder ein Thema. In den 2010 er Jahren hat der batterie-elektrische Antrieb dominiert, aber 2019 bringt Daimler nach sehr langen Pause ein Wasserstofffahrzeug in den Verkauf und daher ist Wasserstoff wieder ein Thema. Johannes Pallasch hob die Bedeutung des Wasserstoffantriebs für langen Trassen und für Überlandfahrten hervor, die andere Hürde für den Wasserstoffantrieb ist und bleibt das fehlende Wasserstofftankstellennetz. 2016 gab es in Deutschland nur 4 Tankstellen für Wasserstofffahrzeuge, aber am Ende des Jahres 2019 sollen es schon 100 Tankstellen sein. Einige Akteure investieren in das Netz von Wasserstofftankstellen und damit kommt auch wieder mehr Dynamik in das Thema. Johannes Pallasch hebt auch die Bedeutung des Lkw-Verkehrs hervor, weil es einfacher und kostengünstiger wäre, auf großen Transitstrecken eine gute Versorgung mit Wasserstofftankstellen aufzubauen. Für Logistiker wäre der Wasserstoffantrieb sehr interessant, weil Logistikunternehmen Langstrecken sehr effizient mit großen Lkws und der Wasserstofftechnologie bedienen kann. Dann kamen wir zum batterie- elektrischen Antrieb und die Now-Gmbh verwaltet 300 Millionen aus dem Bundeshaushalt für den Ausbau und der Förderaufruf ist auf starke Resonanz gestoßen. Insbesondere Kommunen beteiligen sich rege an dem Ausbau der Ladeinfrastruktur und alle Beteiligten warten darauf, dass Volkswagen seine Bänder in Zwickau anwirft und den deutschen Automarkt mit Elektroautos versorgt. Wenn die Nachfrage nach Elektroautos anspringt und batterie- betriebene Elektromobilität zum Massenphänomen wird, dann wird sich der Markt für Ladestationen verändern und bislang ist es nicht klar, wie sich dieser Markt entfalten wird. In der Gegenwart des Winters 2019 leistet der bundesdeutsche Staat seinen Beitrag und gibt dem Markt eine Starthilfe und wartet ab, wie sich die Marktakteure finden werden.

Diese freie Version des Interviews umfasst 11 Minuten und unter https://www.digistore24.com/product/261298 können Sie das vollständige Interview mit 25 Minuten gegen 2,38 € brutto und 2 € netto erwerben.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 19 Juergen Vagt mit Prof. Dr. Wolfgang Rid

von Jürgen Vagt 15.02.19

Heute war mit Prof. Dr. Wolfgang Rid der erste Geograf bei den Zukunftsmobilisten und folglich haben wir über die Zukunftsmobilität in den Städten gesprochen. Alle drei Felder der Zukunftsmobilität, also Elektromobilität, Car Sharing und autonomes Autofahren bündeln sich in der Stadt und so haben wir angefangen eine Bestandsaufnahme zu machen, wo steht die Elektromobilität in den Großstädten? Prof. Dr. Wolfgang Rid ist an der FH Erfurt tätig und hebt die Trennung von privaten und öffentlichen Verkehr hervor, denn die Städte sind im Rahmen der Daseinsvorsorge für einen funktionierenden öffentlichen Nahverkehr verantwortlich und eben nicht für die Bereitstellung von Ladestationen für private Elektroautos. Die Elektromobilität im öffentlichen Verkehr macht aber auch Fortschritte und immer mehr Stadtwerke setzen elektrische Busse ein und die Kommunen schaffen deutschlandweit die rechtlichen und stadtplanerischen Voraussetzungen für die Etablierung der Elektromobilität. Nur eben fehlen die elektrischen Fahrzeuge, weil die Bürger noch keine Elektroautos kaufen. Carsharing ist als Thema auch gravierender, denn diese Innovation ist schon in der Wirklichkeit angekommen. Im Jahr 2016 konnte schon die Hälfte der deutschen Bevölkerung Carsharing nutzen und es kommen immer mehr Optionen hinzu. In Großstädten werden elektrische Roller und Fahrräder geteilt und nun kommen Sammeltaxi-Systeme hinzu. Allerdings konzentrieren sich die Mobilitätsangebote auf Großstädte, weil die Anbieter größere Kundschaft haben und unter diesen Bedingungen werden die Geschäftsmodelle schneller rentabel. Allerdings sind die ländlichen Räume schlecht versorgt und die Menschen sind von Auto abhängig. Wenn die großstädtischen Märkte bedient sind, werden sich dann die Car Sharing- Unternehmen auch ländliche Räume erschließen? Wolfgang Rid beschrieb ein Forschungsprojekt, in dem das örtliche Stadtwerk einen Car Sharing- Fahrzeug betriebt.
Es gibt zwar Bürgerbusse, aber diese Ansätze leben vom Ehrenamt und bietet kaum ein zuverlässiges Angebot. Daher sollten Unternehmen des öffentlichen Nahverkehrs und die örtlichen Stadtwerke eine stärkere Rolle im ländlichen Carsharing spielen. Auf Bundesebene werden auch bundeseinheitlich Fahrzeuge beschafft, sodass diese Angebote auch kostengünstig und wettbewerbsfähig seinen können.

Diese freie Version des Interviews umfasst 15 Minuten und unter https://www.digistore24.com/product/260578 können Sie das vollständige Interview mit 50 Minuten gegen 2,38 € brutto und 2 € netto erwerben.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 18 Jürgen Vagt mit Dr. habil Weert Canzler

Weert Canzler war heute zu Gast und insgesamt begleitet er die Zukunftsmobilität schon 30 Jahre lang als Wissenschaftler. Der habilitierte Politikwissenschaftler analysiert und beobachtet die Mobilität und deren gesellschaftliche Bedeutung seit 30 Jahren. Heute ist Weert Canzler im Wissenschaftszentrum Berlin tätig und am Anfang des Gespräches haben wir die Geschichte der Zukunftsmobilität herausgearbeitet. Ausgehend von der Elektroautos um das Jahr 1900 hob Weert Canzler die Jahre nach der ersten Ölkrise in der Mitte der 1970 er Jahre hervor. Dann gab es einen kleinen Boom in der Mitte der 1990 er Jahre, aber die Autobauer wollen nicht und scheuten die großen Investitionsrisiken. Dann kam ein interessanter Testlauf von General Motors in Kalifornien um das Jahr 2000, allerdings hat die amerikanische Autoindustrie ihre gesamte Lobbymacht genutzt, um das Elektroauto in der Serienfertigung zu verhindern. In den 2000 er Jahren kam dann Tesla und blamierte die etablierte Autoindustrie mit sehr überzeugenden Leistungsparametern im Jahr 2010. In den 2010 er Jahren ist natürlich ein massiver Zuwachs an elektrischen Fahrzeugen aus der Automobilindustrie zu beobachten, aber Weert Canzler sieht den Markthochlauf des Elektroautos im Gegensatz zu vielen Experten skeptisch. Zwar erwarten viele Experten, dass das Elektroauto sich um das Jahr 2020 durchsetzen wird. Aber die typischen Neuwagenkäufer sind weit über 50 Jahre und das Elektroauto muss durch dieses Nadelöhr und ob sich diese alte Käuferschicht für das Elektroauto begeistern lässt, bleibt fraglich. Die Autohersteller bringen zwar in den Jahren 2019 bis 2021 viele Elektroautos auf den deutschen Markt, aber der Automobilhandel verhindert gegenwärtig den Absatz von Elektroautos. Einerseits fehlen die finanziellen Anreize für den Absatz von elektrischen Fahrzeugen und andererseits fehlen die Qualifikationen im Automobilhandel. Das autonome Autofarhren war natürlich auch Thema in diesem Interview und Weert Canzler befürwortet diese Plattform Ansätze, allerdings sieht er den Erfolg des autonomen Fahrens insbesondere im Mischverkehr skeptisch. Die Version einer Plattform für Mobilitätsdienstleistungen teilt Weert Canzler und somit ist ein Amazon für Mobilitätsdienstleistungen sehr wahrscheinlich. Aber auf europäischer Ebene sollte diese neue Plattform nach sozialen und ökologischen Standarts geprägt werden.

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