Die Zukunftsmobilisten!

Die Zukunftsmobilisten!

In dieser Podcastreihe gibt es Eins zu Eins-Interviews von Jürgen Vagt mit Akteuren der Zukunftsmobilität.

30. September 2019 Die Zukunftsmobilisten: Nr. 55 Christian Löwe (DB-Ventures)

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 55 Christian Löwe (DB-Ventures)

#SelbstfahrendesAuto #Innovation #Automobilindustrie #Auto #automatisiertesAuto #Ladeinfrastruktur #Elektromobilität #Elektroauto #AutonomesAuto #Elektromobilität #Ladesäule #AutomatedDriving #AutonomousCar

von Jürgen Vagt 25.09.19
heute war ein Betriebswirt in Person von Christian Löwe zu Gast bei den Zukunftsmobilisten. Die gute alte Bahn hat seit 2015 eine Venture-Capital Tochter und investiert in spannende Mobilität -start Ups und es gibt gerade viel zu tun. Denn in der Zukunftsmobilität tut sich gerade viel, es kommen in den letzten Jahren mehr und immer bessere Konzepte auf den Markt. In der Mitte der 2010er Jahre wurde immer mehr Sharingkonzepte eingeführt. Interviewpartner aus diesem Bereich waren ja auch schon hier bei den Zukunftsmobilisten zu Gast: http://elektroautovergleich.org/2019/01/elektroroller-im-sharing-alexander-meiritz-emmy-sharing-bei-den-zukunftsmobilisten/
und http://elektroautovergleich.org/2018/11/elektroautos-und-start-ups-beres-seelbach-von-ono-bei-den-zukunftsmobilisten/
Es kommen ja immer mehr Unternehmen auf den Markt, so zu Beispiel Moia in Hamburg. Wenn man jetzt eine Bestandsaufnahme vornimmt, dann muss man feststellen, dass es insbesondere in Großstädten immer mehr und neue Verkehrskonzepte gibt. Es gibt also Rollersharing und Sammeltaxis und jetzt stellt sich die Frage, wie diese Verkehrsangebote besser und intelligenter werden.

Intermodale Verkehrsketten besser miteinander vernetzen

DB-Ventures investiert daher vornehmlich in Start ups, die mittels Big Data und den entsprechenden Analysen und Vorhersagemodelle den zukünftigen Verkehr besser steuern.
Bei einer Wegstrecke in Berlin werden vielleicht idealtypisch 4 Verkehrsträger benutzt und aus diesem Verkehrsverhalten kann man Nutzerprofile entwickeln, sodass die Angebote optimiert werden können und man kann neue Angebote in den Markt setzen. Dadurch werden Lücken geschlossen und ein effizienteres Angebot entsteht. Natürlich hat die Bahn ihre Bahnhöfe, aber es stellt sich die Frage, wie die Menschen zu diesem Mobilitätshub kommen. Diese Zuliefererverkehre aus dem Stadtgebiet zu den Mobilitätshubs oder in durchschnittlichen Deutsch Bahnhöfe sind das strategische Ziel der Bahn. In diesem Bereich wird investiert und hier sucht man die entsprechenden guten Start ups. In diese Gemengelage dringt das Thema des automatisierten Fahrens rein, jetzt im Frühherbst werden zwar werden gerade Schaufensterprojekte an zentralen Orten wie der Straße des 17. Juni gestartet. Aber das sind mehr öffentlichkeitswirksame Maßnahmen, wirklich interessant sind automatisierte Busse, die aus Wohngebieten zu den Bahnhöfen fahren und Passagiere mit nehmen.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 54 Stefan Leppler Motion Tag

#Selbstfahrendes Auto #Innovation #Automobilindustrie #Auto #automatisiertesAuto #Ladeinfrastruktur #Elektromobilität #Elektroauto #AutonomesAuto #Elektromobilität #Ladesäule #AutomatedDriving #AutonomousCar

von Jürgen Vagt 19.09.19
heute war Stefan Leppler von Motion Tag https://motion-tag.com/en/ zu Gast bei den Zukunftsmobilisten und wir sprachen über sein Start up und dessen Rolle in der Zukunftsmobilität. Motiontag sammelt anyomisierte Daten von Nutzern ein und zeigt mit dieser Datengrundlage Effizienzpotenziale für Mobilitätsunternehmen an. Wenn Menschen eine gewisse Wegstrecke mit mehreren Verkehrsmitteln zurücklegen, dann werden über diese Wegstrecken die Nutzerdaten per App gesammelt und aus diesen Daten werden Nutzerprofilen generiert. Mit diesen Datenbeständen können dann Optimierungen bestimmt werden, also wo müssen im Stadtgebiet mehr oder weniger Shuttle angeboten werden? Wie können Sharing-Anbieter mit Fahrrädern besser mit dem klassischen ÖPNV zusammenarbeiten? Nutzer sind zwar nicht im Fokus von motiontag, aber in den nächsten Jahren werden die Angebote der Verkehrsbetreiber immer besser, weil man die Kundenbedürfnisse besser versteht.

Neue Akteure in der Mobilität

In den letzten Jahren sind immer mehr und neue Akteure zu Mobilitätsanbietern geworden und das Teilen von Verkehrsmitteln wird immer populärer. Insbesondere junge Großstädter wollen kein eigenes Fahrzeug mehr besitzen und scheuen auch die Festkosten des eigenen Autos. Daher gibt es immer Sharing-Optionen und man kann von Fahrrad bis zum Auto die Fahrzeuge ausleihen und nach der Fahrt wird es von jemand anders genutzt. Daher kommen immer mehr neue Akteure in die Mobilität, Alexander Meiritz http://elektroautovergleich.org/2019/01/elektroroller-im-sharing-alexander-meiritz-emmy-sharing-bei-den-zukunftsmobilisten/ und Mladen Djuric http://elektroautovergleich.org/2019/03/elektrische-kleinbusse-im-ridesharing-die-zukunftsmobilisten-nr-24-mladen-djuric-clevershuttle/
Bislang sind diese Optionen nicht aufeinander abgestimmt und greifen nicht einander und bei diesem Problem bietet die Software von motiontag Abhilfe. Für Kommunen besteht so die Möglichkeit auch den Verkehr in der Stadt effizienter zu machen, denn viele Städte wollen den individuellen Verkehr mit privaten PKWs aus den Innenstädten drängen. Die Privat-Pkws brauchen viel Platz und erzeugen Emissionen und Lärm in dicht besiedelten Städten und viele große Kommunen und Städte werden früher oder später den Zugang von Autos erschweren. Vielleicht werden schon in ein paar Jahre automatisierte Shuttles in den Städten fahren und dann braucht man eine Datengrundlage, um diese autonomen Shuttles besser im Verkehr zu steuern. Roboter-Taxis werden eingesetzt, um Menschen aus dem Stadtgebiet zu einem Verkehrsknotenpunkt zu bringen.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 53 Andreas Rimkus MdB SPD

#SelbstfahrendesAuto #Innovation #Automobilindustrie #Auto #automatisiertesAuto #Ladeinfrastruktur #Elektromobilität #Elektroauto #AutonomesAuto #Elektromobilität #Ladesäule #AutomatedDriving #AutonomousCar
von Jürgen Vagt 12.09.19
heute war der gelernter Elektromeister Andreas Rimkus bei den Zukunftsmobilisten zu Gast. Andreas Rimkus sitzt seit der Bundestageswahl 2013 für die SPD im Bundestag und kümmert sich fraktionsintern um die Elektromobilität. Am Anfang des Gespräches ging es um die Frage, wie technologie-offen die Förderung der alternativen Antriebe sein soll. Der Parteivorsitzende der oppositionellen FDP Christian Lindner kritisiert die Regierungskoalition, weil er eine zu einseitige Förderung der batterie-elektrischen Fahrzeuge wahrnimmt. In das gleiche Horn stößt auch der Verband der Automobilhersteller, aber hier hält Andreas Rimkus entgegen, dass auch Wasserstoff gefördert wird. Andreas Rimkus sieht für den Wasserstoff als Speichermedium noch eine große Zukunft und er erwartet eine große Vielfalt an Antriebs – und Speicherkombinationen, allerdings muss sich der Bürger von der Vorstellung einer eierlegenden Wollmilchsau als Auto verabschieden.

Kein Auto für jeden Anlass

Großstadtpendler können sehr gut mit einem elektrischen Kleinwagen und einer kleinen Batterie leben, aber der Vertreter mit hoher Reisetätigkeit wird sich entweder einen Hybrid oder ein Wasserstoffauto kaufen. Der Staat wird in den sauren Apfel beißen und die verschiedenen Infrastrukturen auch ausbauen, also wird es an den großen Transitstrecken Wasserstofftankstellen geben und in den Innenstädten wird es Ladesäulen für batterie-elektrische Autos geben. Die verschiedenen Ladeinfrastrukturen werden erstens kostspielig und auch Co2 intensiv im Ausbau sein. Die individuelle motorisierte Mobilität wird sich also aus Verbrennerantrieben in eine massive Vielfalt weiterentwickeln, aber Andreas Rimkus glaubt auch an Mischformen, wo die Batterien als Speichermedium mit anderen Speicherformen kombiniert werden. Der Vorteil des batterie-elektrischen Antriebs ist aber die Einfachheit, diese Einfachheit würde mit zwei Speichermedien im Auto wieder verloren gehen. Abschließend ging es noch um die Frage, ob die deutsche Automobilindustrie die Elektromobilität noch genießen kann. Die Produktion der Batteriezellen ist zu 80 % in Asien und wird auch nicht mehr so schnell zurückkommen, diese Entwicklung hat die Autoindustrie und das Verkehrsministerium verschlafen und nun werden 30 % der Wertschöpfung beim Elektroauto NICHT in Deutschland stattfinden.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 52 Prof. Dr. Ing. Petra Schäfer ReLUT - Research Lab for Urban Transport

#Selbstfahrendes Auto #Innovation #Automobilindustrie #Auto #automatisiertesAuto #Ladeinfrastruktur #Elektromobilität #Elektroauto #AutonomesAuto #Elektromobilität #Ladesäule #AutomatedDriving #AutonomousCar

von Jürgen Vagt 13.09.19
heute war Frau Prof. Dr. Petra Schäfer von der FH Frankfurt zu Gast bei den Zukunftsmobilisten. Die promovierte Bauingenieurin ist seit 12 Jahren Professorin in Frankfurt und war vorher in der Verkehrsplanung tätig. Prof. Dr. Petra Schäfer sieht gegenwärtig noch die Notwendigkeit eines massiven Mentalitätswandels, denn die technischen Parameter sind so gut, dass schon 90 % der Menschen auf ein Elektroauto umsteigen können und diese 90 % beziehen sich auf Städte. Selbst 70 % der Landbevölkerung können mit den Reichweiten der Modelljahrgänge 2017 oder 2018 auf Elektroauto umsteigen. Aber trotzdem kommt die Elektromobilität bei Privatkunden und kleineren Logistikern nur sehr langsam in Fahrt. Grundsätzlich muss anders kommuniziert. Frau Prof. Dr. Petra Schäfer sieht hier die Handwerkskammern und die Ihks in der Pflicht die Elektromobilität den kleinen Logistikern und den Handwerkern zu erklären und hier gibt es erhebliche regionale Unterschiede.

Die Logistik bekommt neue Fahrzeuge

Zudem gibt es einen Wandlungsprozess, denn es wird neue Fahrzeuge geben und diese Entwicklung beginnt in den Großstädten. In der zukünftigen Logistik wird alles von der Sackkarre bis zu elektrisch angetriebenen 7,5 Tonner angewendet. Der Staat im Allgemeinen und die Kommunen im Besonderen wollen weniger Lieferverkehr und insbesondere Start ups bringen neue Fahrzeuge für die Last Mile Logistik. Schon in den nächsten Monaten werden elektrisch angetriebene Lastenfahrräder in der Auslieferung eingesetzt. Also sind neue Fahrzeugkonzepte kein allzu ferne Zukunftsmusik. Allerdings bedeutet eine Vielfalt an neuen Fahrzeugkonzepten nicht unbedingt weniger Verkehr. Diese Zielsetzung kann nur durch intelligente Verkehrssteuerung erreicht werden. Bei diesem Problem könnte das autonome Shuttle im öffentlichen Nahverkehr helfen und dieses Thema findet Frau Prof. Dr. Petra Schäfer als sehr spannend. Die Erforschung beginnt gerade in diesem Frühherbst und es werden auch in diesem Testprojekt auch die sozialen Perspektiven des Fahrens mit autonomen Shuttles erprobt. Gegenwärtig werden zwar Studien veröffentlicht, dass sich nur 50 % der Deutschen in ein autonomes Shuttle setzen wollen, aber es bleibt abzuwarten, wie den Passagieren der Frankfurter Modellvorhabens das autonome Fahren gefällt.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 51 Dieter Janecek MdB Grüne

#SelbstfahrendesAuto #Innovation #Automobilindustrie #Auto #AutomatisiertesAuto #Ladeinfrastruktur #Elektromobilität #Elektroauto #AutonomesAuto #Elektromobilität #Ladesäule #AutomatedDriving #AutonomousCar #DieterJanecek

von 03.09.19 Jürgen Vagt
heute kam ein ausgewiesener Digitalpolitiker von den Grünen bei den Zukunftsmobilisten zu Wort. Dieter Janecek kommt aus Bayern und sitzt, seid 2013 im Bundestag und am Anfang des Interviews haben wir über die Entwicklung der Elektromobilität und des autonomen Autofahrens in den letzten Jahren geredet. Die Zweifler an der Elektromobilität sind im Parlament im Laufe der Jahre immer weniger geworden und automatisiertes/autonomen Autofahren schiebt sich in den letzten 2 – 3 Jahren auf die politische Agenda. Wie von einem Oppositionspolitiker zu erwarten ist, kritisiert Dieter Janecek die Maßnahmen der Bundesregierung. Gegenwärtig ist das Rennen um die Zellen der Lithium-Ionen Batterien verloren und im August 2019 kommen 80 % der Zellen aus Asien. Die Bundeskanzlerin Angela Merkel will nun die Zusammenarbeit mit Frankreich verstärken, damit in Europa eine Fertigung von Batteriezellen entsteht. Hier wünscht sich Dieter Janecek mehr Initiative von der Bundesregierung, aber es wird sehr schwierig den Entwicklungsrückstand aufzuholen. Große Hoffnungen setzt Dieter Janecek auf die Feststoffbatterien und hofft, dass Deutschland diese technologische Veränderung nutzen wird, um wieder Wertschöpfung im Batteriebau in Deutschland zu bündeln. Die bestehenden Förderungen beim Elektroautokauf soll zu einem Bonus-Malus-System umgebaut werden. Schwere SUVs sollten sanktioniert werden und die Mehreinnahmen würden die Grünen verwenden, um den Kauf von kleinen Elektroautos zu fördern.

Grüne Versionen für den Innenstadtverkehr

Als Leitbild betrachtet Dieter Janecek die skandinavischen Städte und insbesondere Kopenhagen, denn Skandinavien hat den Weg von der autogerechten Stadt zur menschenfreundlichen Stadt schon beschritten. Aber das autonome Fahren ist ein zweischneidiges Schwert für die Innenstädte, denn das Fahren in den sogenannten Roboter-Taxis wird günstiger als bei Taxis mit einem menschlichen Fahrer. Wenn Roboter-Taxis flächendeckend eingesetzt werden, dann entsteht ein Wettbewerb für´das Fahrrad oder dem guten alten ÖPNV. Also wünscht sich Dieter Janecek, dass die selbstfahrende Kleinbusse als Ergänzung des öffentlichen Nahverkehrs eingesetzt werden. Denn diese selbstfahrenden Kleinbusse sollen als Ruf-Busse in ländlichen Regionen den Landbewohnern eine bessere Verkehrsanbindung bieten.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 50 Prof. Uwe Plank-Wiedenbeck Bauhaus-Universität Weimar

von Jürgen Vagt 26.08.19

heute hatten wir Prof. Uwe Planck-Wiedenbrück von der Bauhaus-Universität zu Gast und der studierte und promovierte Bauingenieur hat eine Softwarefirma gegründet. Jetzt ist Prof. Uwe Plank-Wiedenbeck für die Herausforderungen des digitalisierten Verkehrs gerüstet. Im August 2019 hat Prof. Uwe Planck-Wiedenbrück eine Professur für Verkehrssysteme an der Bauhaus-Universität Weimar inne und betreut diverse Forschungsprojekte in der Zukunftsmobilität. Im ersten Teil haben wir erstmal das deutsche Verkehrssystem zerlegt, denn wir haben eine Dreiteilung. Der Bund betreut die Autobahnen und die Kommunen den Stadtverkehr, wobei die Länder sich um alles dazwischen kümmern. Die Gesetzeslage ist auf die neuen Mobilitätsformen wie z. B. Moia eine Ridesharngplattform nicht ausgelegt. Insbesondere die Kommunen müssen hier rechtliches Neuland betreten, denn neue Angebote in der Personenbeförderung müssen eben auch zugelassen werden und Konzessionen müssen bewilligt werden.

Automatisiertes Fahren in der Stadt

Die Roboter-Shuttles werden immer leistungsstärker und in den nächsten Jahren sollten diese Fahrzeuge schon regulär im Stadtverkehr eingesetzt werden. Diese Entwicklung stellt den öffentlichen Nahverkehr vor massiven Herausforderungen. Inhaltlich können die Kommunen diese Konzepte nicht beurteilen und auch die ersten Forschungen zeigen eine durchaus problematisches Bild, denn die Shuttles mit dem Automatisierungslevel 4 werden den öffentlichen Nahverkehr günstiger machen und die kleineren Shuttles benötigen weniger Platz als konventionelle Verkehrsbusse. Erste Szenarioberechnungen zeigen, dass der Verkehr in den Großstädten immer mehr wird, eben weil die Personalkosten sinken werden und die Fahrzeuge besser ausgelastet sind. Mehr motorisierter Verkehr in den Großstädten wird von vielen Menschen nicht als Zugewinn an Lebensqualität empfunden. Aber die Etablierung des automatisierten Fahrens in den Großstädten ist ein Zukunftsthema, aber immer mehr jungen Verkehrsplaner und Politiker fördern den Radverkehr in den Städten. In den Großstädten macht sich in breiten Bevölkerungsschichten eine Ablehnung gegenüber den Verbrennerfahrzeugen breit. Selbst wenn der Markthochlauf von Elektroautos ab 2020 sehr schnell sehr erfolgreich wird, dann werden diese Elektroautos nicht so schnell die Luft in den Innenstädten verbessern. Schnelle Abhilfe würde nur eine bessere Verkehrsteuerung schaffen.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 49 Kurt Sigl Vorsitzender Bundesverband eMobilität

von Jürgen Vagt 21.08.19

#AutomatedDriving #AutonomousCar

erstmal ein Punkt in eigener Sache, ab jetzt werden die Episoden von den Zukunftsmobilisten in voller Länge veröffentlicht und ich suche ab jetzt einen Werbepartner oder Sponsor. In der Episode 49 war Kurt Sigl zu Gast und ich sprach mit den Vorsitzenden des Bundesverbandes eMobilität über die Entwicklungsgeschichte der Elektromobilität in den letzten 10 Jahren. 2009 war der Startschuss der modernen Elektromobilität und der nationale Entwicklungsplan Elektromobilität hat das Thema Elektromobilität auf die Agenda gesetzt. Der Bundesverband eMobilität ist ebenfalls 2009 gegründet worden und feiert heute das 10-jährige Bestehen. Am Anfang berichtete Kurt Sigl über die unterschiedlichen Verkehrsminister und deren Leistungen bei der Etablierung der Elektromobilität. Eine durchwachsene Bilanz, aber die Industrie ist in Bewegung und selbst die bisher zögerlichen Autozulieferer bauen jetzt in Richtung Elektroauto um.
Am Anfang hat der Staat wichtige Impulse gesetzt und unter der Ägide Dobrindt wurde Elektromobilität auf Sparflamme gekocht.

Batterien fürs Elektroauto

Es gibt eine Zeitenwende in der Geschichte der modernen Elektromobilität und das ist der Dieselskandal im Jahr 2015. Die Zweifler in der Politik sind verstummt, aber eine einheitliche Linie ist für Kurt Sigl innerhalb der politischen Steuerung. Für so einen langjährigen Experten ist die Batterie-Diskussion einfach nur leidig. Die Batterie macht 30 % der Wertschöpfung beim Elektroauto aus und heute kommen 85 % der Zellen aus Asien. Spätestens jetzt muss die Automobilindustrie mehrere Milliarden investieren, sonst bleibt die Wertschöpfung in Asien und die zukunftssicheren Arbeitsplätze eben auch. Nur das wird den Entscheidungsträgern auch schon seit 10 Jahren gepredigt. Die Deutschen bleiben verwirrt, was die Elektromobilität angeht. Der Dieselskandal war zwar auch für die Mittelschicht ein Wendepunkt, aber die Deutschen sind mit sehr widersprüchlichen Informationen konfrontiert und tendieren immer noch zur sicheren Lösung und kaufen sich immer noch einen Diesel. Die Reichweitenangst ist immer noch ein zentrales Hemmnis und solche Diskussionen wie die Wasserstoffdebatte des Sommers 2019 hemmen die Bereitschaft der Deutschen zum Elektroautokauf.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 48 Sascha Koberstaedt (evum-motors)

von Jürgen Vagt 25.07.19

heute war Sascha Koberstaedt zu Gast bei den Zukunftsmobilisten und er stellt sein Start up evum-motors vor. Hier ist eine kluge Idee aus einer Universität nicht in der Schublade verschimmelt, sondern hier ist ein kostengünstiger und robuster Elektrotransporter für die dritte Welt oder Schwellennationen zur Marktreife gebracht worden. Das Projekt ist aus einem Forschungsvorhaben der technischen Universität München entwickelt worden und das Gründerteam um Sascha Koberstaedt hat das Gründungsnetzwerk der technischen Universität München genutzt, um das Projekt zur Marktreife zu bringen und im April 2020 wird der Elektrotransporter für einen Preis um die 10000 € zu kaufen sein. Man nennt diesen Ansatz frugale Innovation und am Anfang des Interviews haben wir über dieses Innovationsthema gesprochen. Bei frugale Innovationen werden die Kernbedürfnisse der Zielgruppe bestimmt und dann wird ein kostengünstiges Angebot formuliert.

Einfachheit als Prinzip

Das Gewerbe in den Schwellennationen braucht keine komplizierten Fahrzeuge, die wartungsanfällig sind und eine Elektronik haben, die in Afrika oder Asien niemand reparieren kann. So wie in Europa sind die Tagesfahrleistungen so kurz, dass der gegenwärtige batterie- elektrische Antrieb des Sommers 2019 ausreicht, um Elektrotransporter wirtschaftlich zu nutzen. Der Elektrotransporter ist von der Konstruktionsseite so einfach gehalten, dass man dieses elektrische Nutzfahrzeug überall in der Welt reparieren kann. Langfristig soll die Fertigung in Schwellennationen erfolgen und diese Produktion nah am Absatzmarkt ist möglich, weil die Konstruktion so einfach ist. Einige Kundengruppen in Europa finden dieses Fahrzeugkonzept so interessant, dass evum-motors auch eine europäische Zulassung anstrebt. Eine solche Zulassung ist mit hohen finanziellen und technischen Anforderungen verbunden. Aber der Elektrotransporter soll für 28000 € angeboten werden und viele Kunden, wie Baumschulen oder Förster und Kommunen haben massives Interesse signalisiert. In der strategischen Vorausschau ist das Thema automatisiertes Fahren ein Thema, denn es stellt sich bei einigen Anwendungen die Frage, ob diese Fahranforderungen nicht besser automatisiert werden sollten. In der Forstwirtschaft wäre eine solche Automatisierung schon sinnvoll.

Diese freie Version des Interviews umfasst 13.30 Minuten und unter https://www.digistore24.com/product/280615 können Sie das vollständige Interview mit 42 Minuten gegen 2,38 € brutto und 2 € netto erwerben.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 47 Marcus Fendt (Mobility House)

#Selbstfahrendes Auto #Innovation #Automobilindustrie #Auto #automatisiertesAuto #Ladeinfrastruktur #Elektromobilität #Elektroauto #AutonomesAuto #Elektromobilität #Ladesäule #AutomatedDriving #AutonomousCar

von Jürgen Vagt 26.06.19
heute war mit Marcus Fendt ein Veteran der Elektromobilität zu Gast bei den Zukunftsmobilisten und 2011 hat er zusammen mit einem Geschäftsfreund das Unternehmen Mobility House https://www.mobilityhouse.com gegründet. In den Jahren 2011 und 2012 hat sich Mobility House als Anbieter für Ladetechnik für Privatkunden etabliert und bietet Ladesäulen für Privatkunden und Unternehmen an. Am Anfang wurde das Geschäftsmodell vorgestellt worden, weil es nun hier eine Komplettlösung für potenzielle Elektroautokäufer gibt. Herstellerunabhängig kann man die passende Ladetechnik zum Elektroauto bestellen. In der Frühphase war das Geschäft zäh, weil man einfach noch kein (überzeugendes) Angebot im Markt hatte. Aber immer mehr Kunden kaufen seid 2016 Elektroautos und den Vertrieb der Ladesäulen hat sich etabliert.
Zudem berichtet Marcus Fendt schon über die ersten Unternehmen, die Ihre Flotten auf Elektroautos umstellen. Im Sommer 2019 sind es vorrangig große Unternehmen, die viele unterschiedliche Fahrprofile benötigen. Beim Stand der Technik des Sommers 2019 sind immer noch Fahrprofile empfehlenswert, bei denen kurze Tagesfahrleistungen mit einer hohen Wiederholung innerhalb eines Monats oder eines Jahres gefahren wird. Also sind ambulante Fahrprofile und Kurierunternehmen Kandidaten für den Umstieg aufs Elektroauto.

Energiewende und Elektroautos

Im strategischen Fokus von Marcus Fendt dominiert, aber schon die Verknüpfung des Elektroautos mit der Energiewende bzw. dem Ausbau der erneuerbaren Energien. Marcus Fendt betreut schon die Second-Life Anwendung von genutzten Batterien. Die Wiederverwendung der Batterien des Elektroautos ist das große Thema innerhalb Ladetechnik -szene, weil der Markthochlauf erwartet wird und sich dann die Frage stellt, wie man mit den ausgemusterten Batterien umgeht. Diese ausgedienten Batterien werden dann ein Speicher im Stromnetz, das Stromnetz der Zukunft wird schwankungsintensiver, deswegen stiegt der Bedarf an kostengünstigen Speicherlösungen und das werden die Batterien des Elektroautos. In Holland gibt es diese Second-Life Anwendungen schon in Fußballstadien und das gute alte Notstromaggregate wird durch einen Park von ausgedienten Elektroautobatterien ersetzt. Durch diese Zweitnutzung verteilt sich die CO2 Belastung der Batterie auf eine längere Nutzung wird somit geringer und die CO Belastung des Elektroautos im Vergleich zu Verbrennern immer besser.
Diese freie Version des Interviews umfasst 13.30 Minuten und unter https://www.digistore24.com/product/277103 können Sie das vollständige Interview mit 58 Minuten gegen 2,38 € brutto und 2 € netto erwerben.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 46 Andreas Blin has-to-be.com

#Selbstfahrendes Auto #Innovation #Automobilindustrie #Auto #automatisiertesAuto #Ladeinfrastruktur #Elektromobilität #Elektroauto #AutonomesAuto #Elektromobilität #Ladesäule #AutomatedDriving #AutonomousCar

von Jürgen Vagt 19.06.19
heute ging es nach Österreich und ich sprach mit Andreas Blin von https://has-to-be.com/de/ über die Ladeinfrastruktur und deren Ausbau. Am Anfang des Gespräches ging es um den jungen Markt des Ladestroms und wir haben erstmal die Akteure auf diesem Markt geklärt. Der Markt erinnert stark an den Mobilfunk der frühen 1990er Jahre und jetzt im Sommer des Jahres 2019 sind noch viele Stadtwerke und kleinere Anbieter aufdem Markt. has-to-be wird für den einzelnen Elektroautokäufer
nicht in Erscheinung treten, aber die Software von has-to-be regelt die Abrechnung zwischen den Ladesäulenbetreiber und dem Ladestromanbieter. Es werden milliardenfache Abrechnungen auftreten, wenn die moderne Elektromobilität zu einem Massenphänomen wird.

Dauerthema Ladekarte

Bislang hat das Thema Ladekarte die Etablierung der Elektromobilität gebremst, weil eine Interoperabilität des Systeme fehlt, d. h. Man kann nicht mit einer Karte an allen Ladesäulen laden. Allerdings kann man sich mit einem O_R Code an einer Ladesäule registrieren und dann ist der Ladevorgang möglich. Trotzdem würde eine einheitliche Ladekarte den Markthochlauf beschleunigen, aber bislang fehlt in Deutschland eine verbindliche, bundeseinheitliche Lösung in Deutschland. Eine europäische Integration ist zudem notwendig, aber von der technischen Seite sind die notwendigen Lösungen vorhanden. Jetzt
muss das Angebot an Fahrzeugen besser werden und insbesondere müssen überzeugende Elektroautos für gewerbliche Flotten und Fuhrparkmanager auf den Markt kommen, damit der Markthochlauf des elektrischen Fahrzeuges beginnen kann. In Deutschland werden immerhin 60 % alle Neuwagen an gewerbliche Flotten und deren Fuhrparkmanager verkauft.

Elektroautos in die Flotte

has-to-be.com bietet auch Dienstleistungen für Fuhrparks mit mehr als 200 Fahrzeugen an und berät Unternehmen, die Ihren Fuhrpark von Verbrennerfahrzeugen auf Elektroautos umstellen wollen. Einerseits gibt es immer noch zu wenige Elektroautos, aber anderseits einige Fuhrparkentscheider scheuen noch den Aufwand der Umstellung. In der Tat müssen Prozesse umgestellt werden, weil bislang die Prozesse auf den Verbrenner ausgerichtet sind. Zudem wird es bei einigen Fahrprofilen auch noch in 10 Jahren Verbrennerfahrzeuge geben, insbesondere wenn man Vertreterfahrzeugen mit einer
zurückgelegten Tagesdistanz von 300 bis 400 Kilometer denkt.

Diese freie Version des Interviews umfasst 13.30 Minuten und unter https://www.digistore24.com/product/276284 können Sie das vollständige Interview mit 37 Minuten gegen 2,38 € brutto und 2 € netto erwerben.