Die Zukunftsmobilisten!

Die Zukunftsmobilisten!

In dieser Podcastreihe gibt es Eins zu Eins-Interviews von Jürgen Vagt mit Akteuren der Zukunftsmobilität.

12. Dezember 2019 Die Zukunftsmobilisten: Nr. 65 Frank Rinderknecht (Rinspeed)

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 65 Frank Rinderknecht (Rinspeed)

#Selbstfahrendes Auto #Innovation #Automobilindustrie #Auto #automatisiertesAuto #Ladeinfrastruktur #Elektromobilität #Elektroauto #AutonomesAuto #Elektromobilität #Ladesäule #AutomatedDriving #AutonomousCar
von Jürgen Vagt 11.12.19
mit Frank Rinderknecht war heute ein Gast bei den Zukunftsmobilisten, der nicht in übliche Schablonen und Kategorien passt. Aber Rindspeed ist eigentlich eine Entwicklungsgesellschaft, die Prototypen für die Zukunft des Automobils baut. Seit 42 Jahren zeigt Frank Rinderknecht, wie die Zukunft des Autos sehen könnte und einige Male nahm die Autoindustrie diese Impulse auf. Rinspeed ist auf Automobilmessen verantwortlich für Zukunftsversionen.Wer jetzt Rinspeed bei der Googlebildersuche eingibt, weiß, was ich meine. Genau, ein Ideengeber für James Bond. Auf die Frage, wie sich die Mobilität ändern wird, gibt es wie immer in der bei globalen Zukunftsfragen keine eindeutige Antwort, aber es wird eine Wasserscheide geben. Wenn sich die Mobilität automatisieren wird, dann müssen andere Fahrzeuge gebaut werden. Die Nutzung von automatisierten Shuttles hat wenig mit dem klassischen Auto zu tun und diese Veränderung wird schon in den nächsten Jahren kommen. Die Mobilität in Großstädten wird sich vom Privat-Pkw lösen und Berlin will schon 2030 den klassischen Verbrenner im Innenstadtkern verbieten. Dann muss es Alternativen geben und automatisierte Shuttle werden diesen Markt bedienen. Diese Fahrzeuge werden nur wenige Jahre halten, denn diese automatisierte Shuttle hocheffizient betrieben werden, sodass Jahresfahrleistungen von 200000 – 300000 Kilometern erreicht werden.

Modulare Nutzungen

Schon vor ein paar Jahren präsentierte Rinspeed ein Fahrzeugkonzept, wo Menschen in den typischen Pendelzeiten transportiert werden und in der Rest der Tageszeit kann das Fahrzeug für den Gütertransport genutzt werden. Es geht bei Rinspeed eben nicht nur um james – bondische Automobile, sondern auch um profane Totalkostenanalysen. Wo geht die Reise hin, eigentlich gibt es zwei Richtungen die Digitalisierung oder und die Nachhaltigkeit. Das Auto als Smartphone auf Rädern ist in den Zukunftskreisen der Automobilwirtschaft ein Konzept, dass viele Experten favorisieren. In den letzten 10 Jahren haben die Menschen sich daran gewöhnt, dass Informationen überall (digital) verfügbar sind und dieser Trend wird auch die Mobilität erfassen. Mit dem Jahr 2019 neigt sich auch das Greta- Jahr zu Ende und nach der Elektrifizierung des Autos, muss jetzt daran gedacht werden, das Auto in einen geschlossenen Stoffkreislauf zu bringen. In der Zukunft geht es also ums Recycling aller Materialien im Auto.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 64 (In eigener Sache) Webinar: Fördermittel in der Zukunftsmobilität

von Jürgen Vagt 01.12.19

heute gibt es ein Interview mit dem erfahrenen und erfolgreichen Fördermittel – und Innovationsberater Dr. Jens Kabisch, weil wir zusammen am 15.01.19 um 16.00 Uhr ein Webinar anbieten, um über Fördermöglichkeiten und die Zukunftsmobilität zu informieren. https://www.edudip.com/lp/346496

Grundsätzlich ist das Webinar für jedes KMU-Unternehmer interessant, dass sich über die Zukunftsmobilität (Elektromobilität, autonomes Fahren und Sharing in der Mobilität) und relevante Fördermöglichkeiten informieren wollen.

Wir werden sehr praxis – und anwendungsorientiert die Technologiefelder der Mobilität und die staatlichen Förderprogramme darstellen, sodass Sie zu marktfähigen Innovationen kommen werden.
In Innovationsfeldern der Mobilität, also der Elektromobilität, der Etablierung des autonomen Fahrens und Mobility as a Service herrscht eine große Dynamik. In der Geschichte hat es selten einen so fundamentalen Wandel in der Mobilität gegeben und bei vielen Start ups, aber auch bei mittelständischen Unternehmen entstehen viele Innovationen.

Die Gesellschaft und damit auch die Politik will diesen Wandel, sodass es viele Fördermöglichkeiten für diese Innovationen gibt, aber so wie immer bei Fördermitteln entstehen bürokratische Hürden, wenn man als Unternehmer oder Unternehmen sich durch diesen Wust von Fördermitteln kämpfen muss.

Viele Unternehmer und Unternehmen berichten von aufwändigen aber erfolglosen Antragsverfahren, die viel Zeit und Nerven gekostet haben.

Daher freue ich mich Ihnen ein Webinar anzubieten https://www.edudip.com/lp/346496 , denn ich konnte als Kooperationspartner Dr. Jens Kabisch gewinnen. Jens Kabisch ist erfolgreicher Hightech Unternehmer (https://carbotec-industries.com), der sein Wissen um Innovation und Fördermittel gern vom Unternehmer an Unternehmer weitergibt und seit 2006 mit seinem Unternehmen JRK! Global Consultants (https://www.jrk-onsultants.de ) erfolgreich Unternehmen und Organisationen zu Innovationsthemen und Fördermittelanträgen berät – hier der Link zum Fördercheck: http://bit.ly/3578pIG.

Zudem ist Herr Kabisch als begehrter und geschätzter Speaker (https://jens-kabisch-speaker.com) und Innovationsberater (https://www.provenexpert.com/jens-kabisch) aktiv und mit diesen Kompetenzen können wir Ihnen als Unternehmer oder Unternehmen zügig und sachkundig den Weg zur Ihren Fördermitteln weisen.

In dem Webinar wird eine Übersicht über die Innovationsthemen der Mobilität präsentiert und dann werden die Grundlagen der Innovationen dargestellt und wir stellen Kriterien für förderfähige Innovationen auf, sodass Sie als Webinarteilnehmer ein Verständnis für den Innovationsbegriff und förderfähige Innovationen erlangen.

Grundsätzlich kann jeder Unternehmer oder jedes Unternehmen mit weniger als 50 Mio. € Umsatz und einer Mitarbeiteranzahl zwischen 5 und 249 Beschäftigen sich angesprochen fühlen.

In vielen Unternehmen gibt es förderfähige Innovationen, die als Innovationen entdeckt werden müssen und dann kann mit einer entsprechenden Beratung erfolgreich Fördermittel beantragen.

Nutzen Sie Ihre Chance sich einen massiven Wettbewerbsvorteil im Wandel der Mobilität zu verschaffen.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 63 Prof. Dr. Alex Vastag Fraunhofer (IML)

von Jürgen Vagt 02.12.19

heute war Prof. Dr. Alexander Vastag vom Fraunhofer-Institut für
Materialfluss und Logistik IML zu Gast bei den Zukunftsmobilisten und wenn man eine ausgewiesenen Logistiker am Mikrofon hat, dann lässt man sich erst mal definieren, was genau Logistik eigentlich ist. Wir haben die Logistik in Teilbereiche zerlegt, um zu klären, in welchen Bereiche die Etablierung der Elektromobilität begonnen hat und wo die Entwicklung in den nächsten Jahren weitergehen wird. Streetscooter hat vor ein paar Jahren den Anfang gemacht, aber schon 2018 sind 16 elektrische Transporter auf den Markt gekommen, allerdings sind die elektrischen PKWs im Schnitt moderner als die elektrischen Nutzfahrzeuge. Bei den elektrischen Transportern handelt sich um umgebaute Verbrennerfahrzeuge und einige PKWs der Modelljahrgänge 2018 und 2019 sind für um die Bedürfnisse des elektrischen Antriebsstranges konstruiert worden. Durch dieses Design werden die elektrischen Pkws moderner und leistungsstärker und das kann man bei den aktuellen elektrischen Nutzfahrzeugen nicht sagen.

Elektrische Ladeinfrastruktur in Logistik-Hubs

Viele kleine Logistiker mit kleinerem Fahrzeugbestand können mit der gegenwärtigen Technik umsteigen, aber wenn man große Logistikhubs sich anschaut, dann müssen Millioneninvestitionen in die Ladeinfrastruktur getätigt werden. Zwar entwickeln verschiedene Nutzfahrzeughersteller moderne Fahrzeugkonzepte, aber bis die Serienreife erreicht wird, dauert es noch ein paar Jahre. Aber die Nutzfahrzeughersteller arbeiten an LKWs, die größer als die klassischen 7,5 Tonner sind und einen komplett elektrischen Antrieb haben wird. Diese Fahrzeugkonzepte werden wohl in den nächsten 5 Jahren auf den europäischen Markt kommen. Schon in den nächsten Jahren sehen wir elektrische Fahrzeuge in den Großstädten.

Autonomes Fahren in der Logistik

Die Euphorie ist in diesem Technologiefeld verflogen und laut Herrn Prof. Dr. Alex Vastag wird es wohl noch 10 Jahre dauern bis wir einen massiven Einsatz von hochgradig automatisierten Fahrzeugen sehen werden. In einer überalterten Gesellschaft wird es schwer neue Technologien, wie das automatisierte Fahren einzuführen. Also liegt der Schwerpunkt auf die Automatisierung des Güterverkehrs und hier beginnt die Entwicklung in abgesperrten Arealen und dann wagt man sich an wenig komplexe Fahrsituationen heran.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 62 Steffen Bilger (Staatssekretär BMVI-CDU)

#Selbstfahrendes Auto #Innovation #Automobilindustrie #Auto #automatisiertesAuto #Ladeinfrastruktur #Elektromobilität #Elektroauto #AutonomesAuto #Elektromobilität #Ladesäule #AutomatedDriving #AutonomousCar

von Jürgen Vagt 20.11.19

heute war ein Jurist zu Gast bei den Zukunftsmobilisten und Steffen Bilger macht schon 10 Jahre Verkehrspolitik für die CDU im Bundestag. Seit 2018 ist Steffen Bilger parlamentarischer Staatssekretär und kümmert sich um die Logistik im Verkehrsministerium. Schon seit 10 Jahren kümmert sich Steffen Bilger um die neuen Formen der Mobilität und in den ersten Jahren ging es um Elektromobilität und dann kam das Thema des autonomen Fahrens auf die Agenda. Im Jahr 2019 dominiert wieder mal das Thema Wasserstoff im Langsstreckenbetrieb mit Lkws. Der Hintergrund ist schnell erzählt, denn bei großen Lkws im Langstreckenbetrieb ist das Verhältnis von Batteriegröße zu Ladevolumen schlecht, deswegen macht bei Lkws ein Wasserstoffantrieb Sinn.

Wasserstoff-Lkws europäisch gedacht

Wenn in 10 Jahren Lkws mit Wasserstoffantrieb fahren sollen, dann müssen allerdings auch andere europäische Nationen eine Ladeinfrastruktur für Wasserstoff aufbauen, bei diesen Maßnahmen klemmt es aber noch. Steffen Bilger repräsentiert zwar die Bundesebene, aber Steffen Bilger erwartet auch Veränderungen in der Innenstadtlogistik. Diese regulativen Aufgaben haben zwar die Kommunen und die einzelnen Bundesländer, aber das Bundesverkehrsministerium testet neue Logistikkonzepte. Zum Beispiel werden neue Logistikhubs für die Belieferung von Innenstädten erprobt, sodass die Logistik in der Innenstadt effizienter und damit auch umweltfreundlicher wird. Bleibt noch der letzte große Punkt der Veränderung, die Etablierung des automatisierten Fahrens. Schon heute überlegen einige Fachleute, wie man Logistikketten effizienter gestalten kann, damit Kosten eingespart werden können. Automatisiertes Fahren würde den menschlichen Fehler aus den Logistik ketten eliminieren und so könnten massiv Kosten einspart werden. Jetzt im Jahr 2019 ist die Rechtsprechung weiter als das Angebot der Autoindustrie. Erst im Jahr 2021 wollen die deutschen Autohersteller Fahrzeuge auf den Markt bringen, die den rechtlichen Rahmen voll ausschöpfen. Das ist der bundesdeutsche Gesetzgeber momentan weiter und hat fördernde Rahmenbedingungen für die Etablierung des automatisierten Autofahrens geschaffen. Aber die Gesellschaft muss auch noch über diese Fragen diskutieren, denn es bleibt fraglich, ob schon eine Akzeptanz für diese neue Technologie vorhanden ist.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 61 Sebastian Bachmann (chargeit-mobility)

#SelbstfahrendesAuto #Innovation #Automobilindustrie #Auto #automatisiertesAuto #Ladeinfrastruktur #Elektromobilität #Elektroauto #AutonomesAuto #Elektromobilität #Ladesäule #AutomatedDriving #AutonomousCar

von Jürgen Vagt 14.11.19
mit 10 Jahren ist Sebastian Bachmann ein Veteran der Elektromobilität und deswegen war
Sebastian Bachmann heute zu Gast bei den Zukunftsmobilisten. Heute im Jahr 2019 kommen die Themen der späten 2000er Jahre wieder auf die Agenda, denn wieder einmal wird die Frage in den Medien diskutiert, ob Wasserstoff nicht die bessere Option wäre. Nach der Einschätzung von Sebastian Bachmann ist das Rennen, aber für den batterie- elektrischen Antrieb entschieden. Aber im Langstreckenbetrieb von Lkws könnte Wasserstoff sinnvoll sein, aber das wäre nur eine Nische. Wenn man an die Frühphase der modernen Elektromobilität zurückdenkt, also den Jahren 2011 – 2013, dann versteht man die Entwicklung der letzten Jahre. Zudem lohnt der Blick in unsere kleineren europäischen Nationen, die keine starke heimische Autoindustrie haben. So langsam werden Elektroautos günstiger als die vergleichbaren Verbrenner. Das Henne-Ei Problem ist gelöst und in den 2020er Jahren kommen immer bessere Elektroautos auch von deutschen Herstellern auf den Markt.

Elektroautos als Belastung des Stromnetzes

In den ersten Jahren der 2020er Jahre kommen Elektroautos auf den Markt und diese Fahrzeuge wollen mit Strom versorgt werden. Jetzt fragt sich die deutsche Mittelschicht, ob das Stromnetz mit dieser Belastung fertig wird. Diese Antwort fällt laut Sebastian Bachmann positiv aus, aber man braucht eine intelligentere Ladeinfrastruktur. Spannende wird in den nächsten Jahren das Thema der Einführung von Elektroautos bei unternehmerischen Fuhrparks und auch hier lohnt ein Blick in die kleineren europäischen Nachbarländer. Das Endziel ist eine bequeme Softwarelösung, die einem Fuhrparkmanager schnell eine Übersicht über die Reichweiten und den Ladungszustand der einzelnen Fahrzeuge gibt. Aber bis dieser Idealzustand erreicht ist, werden wohl noch ein paar Jahre ins Land gehen und auf diesem Weg müssen noch einige Aufgaben in der Transformation bewältigt werden. Im November 2019 fangen große Unternehmen an sich mit der Einführung von Elektroautos zu beschäftigen und hier geht es darum eine vernünftige Ladeinfrastruktur auf dem Betriebsgelände zu haben. Zudem muss geklärt werden, wie Mitarbeiter beim Arbeitgeber laden können.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 60 Dr. Christine Eisenmann (DLR)

#SelbstfahrendesAuto #Innovation #Automobilindustrie #Auto #automatisiertesAuto #Ladeinfrastruktur #Elektromobilität #Elektroauto #AutonomesAuto #Elektromobilität #Ladesäule #AutomatedDriving #AutonomousCar

von Jürgen Vagt 05.11.19
heute durfte ich Frau Dr. Christine Eisenmann von deutschem Zentrum für Luft – und Raumfahrt bei der Zukunftsmobilisten begrüßen. Die promovierte Volkswirtin untersucht die individuellen Perspektiven im Mobilitätswandel. Der Aktualität geschuldet haben wir kurz über die Elektromobilität gesprochen, denn die Kanzlerin hat die Elektroautos von Volkswagen gestern begrüßt. In der Spitzenforschung bei dem DLR ist Elektromobilität nur eine nachgeordnetes Thema, der Schwerpunkt liegt schon auf dem Thema des automatisierten Autofahrens. Am Anfang des Gespräches haben wir erstmal auseinander gezogen, was das Thema des automatisierten Autofahrens für den privaten Autokäufer bedeutet. Frau Dr. Christine Eisenmann hat erst einmal ein Szenario vorgelegt und beschrieben, wie lange es dauern würde, bis der durchschnittliche PKW automatisiert sein wird. Volkswagen hat bereits verkündet, dass ab dem Jahr 2025 der Automatisierungslevel 4 serienreif wären. Es wird wohl noch bis zum Jahr 2045 dauern bis 80 % des Fahrzeugbestandes aus automatisierten Autos bestehen wird. Nun haben wir mit einer Szenariorechnung bestätigt, dass wir in den nächsten Jahrzehnten parallel konventionelle Fahrzeuge und automatisierte Fahrzeuge im Straßenverkehr sehen werden.

Automatisierte Shuttles im ÖPNV

Realistisch betrachtet werden wir als Deutsche das automatisierte Shuttle im ÖPNV sehen, als ÖPNV kann man relativ schnell automatisierte Shuttle einführen und diese Veränderung wird wohl auch schon in den nächsten Jahren sehen. Mit automatisierten Shuttles können Vororte besser und kostengünstiger in die Innenstadt bringen. Der Bürger kann über sein Smartphone verschiedene Mobilitätsoptionen nutzen und nun stellt sich die Frage, welcher Mobilitätsanbieter automatisierte Shuttle einführen wird. Das könnten die klassischen ÖPNV-Anbieter oder Sharinganbieter sein. Schon jetzt im Jahr 2019 gibt es eine Vielzahl von Sharinganbieter und es stellt sich die Frage, wer diese verschiedenen Mobilitätsdienstleistungen in einer App bündelt und so eine komfortable Mobilitätsnutzung für die deutschen Nutzer ermöglicht. Im Jahr 2019 gibt es noch eine Vielzahl von Apps die Mobilitätsdienstleistungen anbieten, aber eine solche Flurbereinigung ist sehr wahrscheinlich. Bleibt die Frage, wie sich die Mobilität auf dem Lande ändern wird.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 59 Daniela Kluckert MdB (FDP)

#Selbstfahrendes Auto #Innovation #Automobilindustrie #Auto #automatisiertesAuto #Ladeinfrastruktur #Elektromobilität #Elektroauto #AutonomesAuto #Elektromobilität #Ladesäule #AutomatedDriving #AutonomousCar

von Jürgen Vagt 24.10.19

Daniela Kluckert war heute zu Gast bei den Zukunftsmobilisten und Daniela Kluckert ist Digitalpolitikerin und sitzt im Verkehrsausschuss des Bundestages. Mit dieser Tätigkeit ist Daniela Kluckert für die Zukunftsmobilität im Allgemeinen und die Digitalisierung des Verkehrs im Besonderen zuständig. Daniela Kluckert ist seit 2017 Mitglied des Bundestages und das Thema automatisiertes Autofahren rutschte ganz nach oben auf der politische Agenda und Daniela Kluckert möchte, dass mehr Expertentierräume für das automatisiertes Autofahren geschaffen werden. Die Technologie muss eben auch in Deutschland entwickelt werden, denn einerseits ist ein Heimatmarkt für die deutsche Automobilindustrie notwendig oder anderseits sollte diese Technologie weiter entwickelt werden, um marktfähig zu werden. Für Daniela Kluckert ist automatisiertes Fahren aber eben nur eine Ergänzung zu dem privaten Personenkraftwagen und Daniela Kluckert sieht das Potenzial des automatisierten Fahrens eher im öffentlichen Nahverkehr.

Das private Auto wird noch lange bleiben

Diese Überzeugung hat Daniela Kluckert und sieht noch keine Ablösung des privaten Pkws. Es gibt zwar Bedenken, dass die Automatisierung des Verkehrs die Kosten senken wird und je nach Wettbewerbslage werden die gesunkenen Kosten an die Kunden weitergegeben, sodass die persönliche Mobilität günstiger wird und dann werden die Deutschen Ihr Fahrrad stehen lassen und sich ein selbstfahrendes Taxi nehmen. In diesem Szenario würde durch selbstfahrende Taxis mehr Verkehr insbesondere in den Städten sorgen Aber für Daniela Kluckert überwiegen die Vorteile, weil ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen viel besser und günstiger mobiler werden. Ob diese selbstfahrende Taxis elektrisch angetrieben werden, ist für Daniela Kluckert offen, für Daniela Kluckert ist es wichtig, dass CO2 reduziert wird. Die Frage der Antriebswende ist für Daniela Kluckert wie auch für andere Freidemokraten offen, es könnten noch Wasserstoff oder gar E-Fuels der Antrieb der Zukunft werden. Über die Entwicklungsperspektiven der möglichen Einführung von selbstfahrenden Taxis herrscht im Interview Uneinigkeit, aber ich habe in Shownotes den entsprechenden Link beigefügt. Aber das Verkehrsministerium ist hier in der Verantwortung, denn es müssen verschiedene rechtliche Voraussetzungen geschaffen werden, sodass Deutschland und seine Autoindustrie die Herausforderung des automatisierten Fahrens erfolgreich bewältigen kann.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 58 Gernot Lobenberg (emo-Berlin)

#SelbstfahrendesAuto #Innovation #Automobilindustrie #Auto #automatisiertesAuto #Ladeinfrastruktur #Elektromobilität #Elektroauto #AutonomesAuto #Elektromobilität #Ladesäule #AutomatedDriving #AutonomousCar

von Jürgen Vagt 24.10.19
heute war der Volkswirt Gernot Lobenberg zu Gast bei den Zukunftsmobilisten und seit 2011 leitet Gernot Lobenberg die emo-Berlin. Also fungiert Gernot Lobenberg seit 8 Jahren an der Schnittstelle zwischen Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft, um die Zukunft der Mobilität zu gestalten und nach vorne zu bringen. Am Anfang des Gespräches hob Gernot Lobenberg hervor, dass alle Innovationsthemen schon in den 1990er Jahren debattiert wurden. Allerdings werden diese Innovationen erst in den letzten Jahren real und die Durchschnittsbevölkerung kann nun langsam aber sicher diese Innovationen erleben. In den letzten Jahren erreicht Elektromobilität breitere Bevölkerungsschichten, eben auch, weil die Reichweiten der Elektroautos besser werden und in den letzten Jahren hat Berlin die Ladeinfrastruktur massiv ausgebaut.

Infrastruktur ist da - Das Angebot fehlt

Auf diese Faustformel kann man die Lage in Großstädten verengen, allerdings wird das Angebot von Elektroautos von Jahr zu Jahr besser. Spezialisierte Flottenbetreiber wie Clevershuttle http://elektroautovergleich.org/2019/03/elektrische-kleinbusse-im-ridesharing-die-zukunftsmobilisten-nr-24-mladen-djuric-clevershuttle/
haben den Umstieg zu elektromobilen Anbieter bereits geschafft und selbst Unternehmen, die sich nur Rande mit ihrem Fuhrpark beschäftigen wie Handwerker oder ambulante Pflegedienste, beginnen sich langsam mit der Elektromobilität zu beschäftigen. Diese kleineren Logistiker, Handwerker und Großstadtpendler haben ideale Fahrprofile, denn Sie fahren kurze Tagesfahrleistungen und wiederholen diese Touren sehr häufig in der Woche oder im Monat. Mit solchen Fahrprofilen kann mit einem elektrischen Antrieb sparen und es zeichnet sich ab, dass immer strenger werdenden Regelungen elektrische Fahrzeuge notwendig machen. In ein paar Jahren wird es unmöglich werden mit dieselbetriebenen Fahrzeugen in die Innenstädte zu fahren und früher oder später werden elektrisch betriebene Fahrzeuge für die Innenstadtlogistik verpflichtet. Aber es werden auch neue Fahrzeugkonzepte notwendig, denn wie Beres Seelbach schon bei den Zukunftsmobilisten berichtet, gibt es neue und vor allem kleinere Fahrzeugtypen für die Innenstadtbelieferung. http://elektroautovergleich.org/2018/11/elektroautos-und-start-ups-beres-seelbach-von-ono-bei-den-zukunftsmobilisten/
Insbesondere für den Innenstadtkern von Berlin kann es das nicht Ziel sein, dass Verbrennerfahrzeuge durch elektrische Fahrzeuge ersetzt werden, sondern die Fahrzeuge müssen auch kleiner werden. Das Land Berlin arbeitet an diesen Maßnahmen und will mit Cityhubs den Wirtschaftsverkehr zu stärken.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 57 Stefan Hajek (Wiwo-Online)

#Selbstfahrendes Auto #Innovation #Automobilindustrie #Auto #automatisiertesAuto #Ladeinfrastruktur #Elektromobilität #Elektroauto #AutonomesAuto #Elektromobilität #Ladesäule #AutomatedDriving #AutonomousCar

von Jürgen Vagt 22.10.19
heute war wieder ein Journalist und ein Urgestein der Wirtschaftswoche zu Gast bei den Zukunftmobilisten. Stefan Hajek gehört seit bald 20 Jahren zur Wirtschaftswoche und macht eben so lange auch schon Technologiejournalismus mit dem Schwerpunkt auf Mobilität und Automobil. Mit den ersten halbwegs überzeugenden Elektroautos in den Jahren 2012 und 2013 kam massive Dynamik in den Automobiljournalismus. Denn die Etablierung einer neuen Antriebstechnik war und ist eine spannende Dynamik und man musste nicht mehr über das Radkappendesign am 5er BMW berichten. Gerade bei der Wirtschaftswoche liegt und lag natürlich ein Schwerpunkt auf die deutsche Schlüsselindustrie dem Automobilbau. Im Jahr 2019 sind aber 80 % des Leserfeedbacks immer noch Fragen zur Umweltverträglichkeit der Elektromobilität. Die Debatte in der Gesellschaft insbesondere in den großen Fernsehtalkshows dreht sich ja immer noch um diese Frage. Das Angebot an Elektroautos wird zwar besser, aber gegenwärtig ist das Thema für die deutsche Mittelschicht noch keine konkrete Konsumentscheidung.

Der Klassiker: Wasserstoff oder Batterie-Elektrisch

Die Industrie setzt zwar auf den batterie- elektrischen Antrieb, aber im Jahr 2019 rutschte der Vergleich der Antriebskombinationen von Wasserstoff/Brennstoffzelle und Elektromotor/Batterie wieder nach oben auf die Agenda. Harald Lesch der Wissenschaftsjournalist hat die Debatte mit einem sehr erfolgreichen You Tube Video (Der Beitrag ist in der Show Notes aufgeführt) jetzt mal wieder angestoßen und Stefan Hajek hat dann die fehlende Wirkungseffizienz der Antriebskombination von Wasserstoff/Brennstoffzelle sehr detailliert dargestellt. Zudem muss man auch sagen, dass Harald Lesch eine unrealistisch hohe Ladezahl von 350 kW bei Ladesäulen angenommen hat. Mit so einer Ladestärke würde das Leitungsnetz überlastet werden, das ist zwar richtig, allerdings plant auch niemand in der Branche der Elektromobilität ein so hahe Ladestärke. 350 kW Ladestärken werden nur an Autobahnen geplant und eben nicht flächendeckend in ganz Deutschland. Zum Abschluss ging es um die nervende Frage, kostet die Etablierung der Elektromobilität in Deutschland in der deutschen Autoindustrie Jobs? So eine Frage ist irgendwo Kaffeesatzleserei, aber in der Tendenz wird die Elektromobilität Jobs kosten, weil das Elektroauto einfacher zu bauen ist.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 56 Prof. Dr. Friedbert Pautzke (HS – Bochum)

#Selbstfahrendes Auto #Innovation #Automobilindustrie #Auto #automatisiertesAuto #Ladeinfrastruktur #Elektromobilität #Elektroauto #AutonomesAuto #Elektromobilität #Ladesäule #AutomatedDriving #AutonomousCar

von Jürgen Vagt 07.10.19
heute war Prof. Dr. Friedbert Pautzke von der Hochschule Bochum zu Gast bei den Zukunftsmobilisten und Prof. Pautzke ist ein Veteran der Zukunftsmobilität. Schon im Jahr 1999 begann Prof. Dr. Friedbert Pautzke in Bochum an den elektrischen Antrieben zu forschen. Dem studierten Elektrotechniker war die fehlende Energieeffizienz des konventionellen Verbrennerautos ein Graus. Alleine die Fahrzeugarchitektur des klassischen Verbrenners ist ineffizient, weil ein großer Motor über verschiedene Wellen die Energie an die Räder übertragen muss und bei diesen mechanischen Übertragungen geht sehr viel Energie und Wirkungsgrad verloren. Bei den technologischen Experten galt das Elektroauto als ideales Fahrzeug für Großstädte, weil die Motors-Charakteristik des Elektroautos hervorragend zu den Anforderungen des Großstadtbetriebes passt. Die Durchbrüche bei den Batterien in den 2010er Jahren sorgen dafür, dass der batterie-elektrische Antrieb bis zur Mittelklasse problemlos eingesetzt werden kann.

Elektromobilität ist etabliert

Heute im Herbst 2019 können alle großen Autohersteller Elektroautos bauen und technisch ist die Elektromobilität bei den Hersteller etabliert. Langsam aber sicher werden die Elektroautos auch im Betrieb günstiger als klassischen Verbrenner. Trotz der Fridays for Future Bewegung erwartet Prof. Dr. Friedbert Pautzke, dass die Nachfrage erst dann steigen wird, wenn die Autokäufer merken, dass Sie mit einem Elektroauto günstiger und komfortabler fahren. Die konventionellen Kriterien bleiben für den Kauf eines Elektroautos entscheidend, denn die Bürger geben immer fleißig an, dass der Umweltschutz für den Autokauf wichtig ist. Einen Mehrpreis und Einschränkungen in der Leistungen haben die Käufer bislang nicht akzeptiert. Batterie-elektrische Fahrzeuge von asiatischen Herstellern sind seit dem Jahr 2018 in der Totalkostenbetrachtung besser als die vergleichbaren Verbrenner. Die Brennstoffzelle und der dazugehörige Wasserstoff ist wieder ein Thema, aber Prof. Dr. Friedbert Pautzke sieht für den Wasserstoff keine Zukunft im Automobilbau. Wasserstoff könnte eine Rolle in der Energiespeicherung spielen, aber unter den Bedingungen des Autos macht Wasserstoff keinen Sinn. Der Wirkungsgrad bei der Antriebs/Wasserstoff Kombination bedeutend schlechter als bei batterie- elektrischen Fahrzeugen, allerdings könnte diese Antriebskombination ein Thema im Schwerlastverkehr werden. Bei großen LKWs ist das Verhältnis von Ladevolumen und Batteriegröße zu schlecht, wenn ein batterie- elektrischer Antrieb verbaut wird.