Die Zukunftsmobilisten!

Die Zukunftsmobilisten!

In dieser Podcastreihe gibt es Eins zu Eins-Interviews von Jürgen Vagt mit Akteuren der Zukunftsmobilität.

08. November 2019 Die Zukunftsmobilisten: Nr. 60 Dr. Christine Eisenmann (DLR)

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 60 Dr. Christine Eisenmann (DLR)

#SelbstfahrendesAuto #Innovation #Automobilindustrie #Auto #automatisiertesAuto #Ladeinfrastruktur #Elektromobilität #Elektroauto #AutonomesAuto #Elektromobilität #Ladesäule #AutomatedDriving #AutonomousCar

von Jürgen Vagt 05.11.19
heute durfte ich Frau Dr. Christine Eisenmann von deutschem Zentrum für Luft – und Raumfahrt bei der Zukunftsmobilisten begrüßen. Die promovierte Volkswirtin untersucht die individuellen Perspektiven im Mobilitätswandel. Der Aktualität geschuldet haben wir kurz über die Elektromobilität gesprochen, denn die Kanzlerin hat die Elektroautos von Volkswagen gestern begrüßt. In der Spitzenforschung bei dem DLR ist Elektromobilität nur eine nachgeordnetes Thema, der Schwerpunkt liegt schon auf dem Thema des automatisierten Autofahrens. Am Anfang des Gespräches haben wir erstmal auseinander gezogen, was das Thema des automatisierten Autofahrens für den privaten Autokäufer bedeutet. Frau Dr. Christine Eisenmann hat erst einmal ein Szenario vorgelegt und beschrieben, wie lange es dauern würde, bis der durchschnittliche PKW automatisiert sein wird. Volkswagen hat bereits verkündet, dass ab dem Jahr 2025 der Automatisierungslevel 4 serienreif wären. Es wird wohl noch bis zum Jahr 2045 dauern bis 80 % des Fahrzeugbestandes aus automatisierten Autos bestehen wird. Nun haben wir mit einer Szenariorechnung bestätigt, dass wir in den nächsten Jahrzehnten parallel konventionelle Fahrzeuge und automatisierte Fahrzeuge im Straßenverkehr sehen werden.

Automatisierte Shuttles im ÖPNV

Realistisch betrachtet werden wir als Deutsche das automatisierte Shuttle im ÖPNV sehen, als ÖPNV kann man relativ schnell automatisierte Shuttle einführen und diese Veränderung wird wohl auch schon in den nächsten Jahren sehen. Mit automatisierten Shuttles können Vororte besser und kostengünstiger in die Innenstadt bringen. Der Bürger kann über sein Smartphone verschiedene Mobilitätsoptionen nutzen und nun stellt sich die Frage, welcher Mobilitätsanbieter automatisierte Shuttle einführen wird. Das könnten die klassischen ÖPNV-Anbieter oder Sharinganbieter sein. Schon jetzt im Jahr 2019 gibt es eine Vielzahl von Sharinganbieter und es stellt sich die Frage, wer diese verschiedenen Mobilitätsdienstleistungen in einer App bündelt und so eine komfortable Mobilitätsnutzung für die deutschen Nutzer ermöglicht. Im Jahr 2019 gibt es noch eine Vielzahl von Apps die Mobilitätsdienstleistungen anbieten, aber eine solche Flurbereinigung ist sehr wahrscheinlich. Bleibt die Frage, wie sich die Mobilität auf dem Lande ändern wird.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 59 Daniela Kluckert MdB (FDP)

#Selbstfahrendes Auto #Innovation #Automobilindustrie #Auto #automatisiertesAuto #Ladeinfrastruktur #Elektromobilität #Elektroauto #AutonomesAuto #Elektromobilität #Ladesäule #AutomatedDriving #AutonomousCar

von Jürgen Vagt 24.10.19

Daniela Kluckert war heute zu Gast bei den Zukunftsmobilisten und Daniela Kluckert ist Digitalpolitikerin und sitzt im Verkehrsausschuss des Bundestages. Mit dieser Tätigkeit ist Daniela Kluckert für die Zukunftsmobilität im Allgemeinen und die Digitalisierung des Verkehrs im Besonderen zuständig. Daniela Kluckert ist seit 2017 Mitglied des Bundestages und das Thema automatisiertes Autofahren rutschte ganz nach oben auf der politische Agenda und Daniela Kluckert möchte, dass mehr Expertentierräume für das automatisiertes Autofahren geschaffen werden. Die Technologie muss eben auch in Deutschland entwickelt werden, denn einerseits ist ein Heimatmarkt für die deutsche Automobilindustrie notwendig oder anderseits sollte diese Technologie weiter entwickelt werden, um marktfähig zu werden. Für Daniela Kluckert ist automatisiertes Fahren aber eben nur eine Ergänzung zu dem privaten Personenkraftwagen und Daniela Kluckert sieht das Potenzial des automatisierten Fahrens eher im öffentlichen Nahverkehr.

Das private Auto wird noch lange bleiben

Diese Überzeugung hat Daniela Kluckert und sieht noch keine Ablösung des privaten Pkws. Es gibt zwar Bedenken, dass die Automatisierung des Verkehrs die Kosten senken wird und je nach Wettbewerbslage werden die gesunkenen Kosten an die Kunden weitergegeben, sodass die persönliche Mobilität günstiger wird und dann werden die Deutschen Ihr Fahrrad stehen lassen und sich ein selbstfahrendes Taxi nehmen. In diesem Szenario würde durch selbstfahrende Taxis mehr Verkehr insbesondere in den Städten sorgen Aber für Daniela Kluckert überwiegen die Vorteile, weil ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen viel besser und günstiger mobiler werden. Ob diese selbstfahrende Taxis elektrisch angetrieben werden, ist für Daniela Kluckert offen, für Daniela Kluckert ist es wichtig, dass CO2 reduziert wird. Die Frage der Antriebswende ist für Daniela Kluckert wie auch für andere Freidemokraten offen, es könnten noch Wasserstoff oder gar E-Fuels der Antrieb der Zukunft werden. Über die Entwicklungsperspektiven der möglichen Einführung von selbstfahrenden Taxis herrscht im Interview Uneinigkeit, aber ich habe in Shownotes den entsprechenden Link beigefügt. Aber das Verkehrsministerium ist hier in der Verantwortung, denn es müssen verschiedene rechtliche Voraussetzungen geschaffen werden, sodass Deutschland und seine Autoindustrie die Herausforderung des automatisierten Fahrens erfolgreich bewältigen kann.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 58 Gernot Lobenberg (emo-Berlin)

#SelbstfahrendesAuto #Innovation #Automobilindustrie #Auto #automatisiertesAuto #Ladeinfrastruktur #Elektromobilität #Elektroauto #AutonomesAuto #Elektromobilität #Ladesäule #AutomatedDriving #AutonomousCar

von Jürgen Vagt 24.10.19
heute war der Volkswirt Gernot Lobenberg zu Gast bei den Zukunftsmobilisten und seit 2011 leitet Gernot Lobenberg die emo-Berlin. Also fungiert Gernot Lobenberg seit 8 Jahren an der Schnittstelle zwischen Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft, um die Zukunft der Mobilität zu gestalten und nach vorne zu bringen. Am Anfang des Gespräches hob Gernot Lobenberg hervor, dass alle Innovationsthemen schon in den 1990er Jahren debattiert wurden. Allerdings werden diese Innovationen erst in den letzten Jahren real und die Durchschnittsbevölkerung kann nun langsam aber sicher diese Innovationen erleben. In den letzten Jahren erreicht Elektromobilität breitere Bevölkerungsschichten, eben auch, weil die Reichweiten der Elektroautos besser werden und in den letzten Jahren hat Berlin die Ladeinfrastruktur massiv ausgebaut.

Infrastruktur ist da - Das Angebot fehlt

Auf diese Faustformel kann man die Lage in Großstädten verengen, allerdings wird das Angebot von Elektroautos von Jahr zu Jahr besser. Spezialisierte Flottenbetreiber wie Clevershuttle http://elektroautovergleich.org/2019/03/elektrische-kleinbusse-im-ridesharing-die-zukunftsmobilisten-nr-24-mladen-djuric-clevershuttle/
haben den Umstieg zu elektromobilen Anbieter bereits geschafft und selbst Unternehmen, die sich nur Rande mit ihrem Fuhrpark beschäftigen wie Handwerker oder ambulante Pflegedienste, beginnen sich langsam mit der Elektromobilität zu beschäftigen. Diese kleineren Logistiker, Handwerker und Großstadtpendler haben ideale Fahrprofile, denn Sie fahren kurze Tagesfahrleistungen und wiederholen diese Touren sehr häufig in der Woche oder im Monat. Mit solchen Fahrprofilen kann mit einem elektrischen Antrieb sparen und es zeichnet sich ab, dass immer strenger werdenden Regelungen elektrische Fahrzeuge notwendig machen. In ein paar Jahren wird es unmöglich werden mit dieselbetriebenen Fahrzeugen in die Innenstädte zu fahren und früher oder später werden elektrisch betriebene Fahrzeuge für die Innenstadtlogistik verpflichtet. Aber es werden auch neue Fahrzeugkonzepte notwendig, denn wie Beres Seelbach schon bei den Zukunftsmobilisten berichtet, gibt es neue und vor allem kleinere Fahrzeugtypen für die Innenstadtbelieferung. http://elektroautovergleich.org/2018/11/elektroautos-und-start-ups-beres-seelbach-von-ono-bei-den-zukunftsmobilisten/
Insbesondere für den Innenstadtkern von Berlin kann es das nicht Ziel sein, dass Verbrennerfahrzeuge durch elektrische Fahrzeuge ersetzt werden, sondern die Fahrzeuge müssen auch kleiner werden. Das Land Berlin arbeitet an diesen Maßnahmen und will mit Cityhubs den Wirtschaftsverkehr zu stärken.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 57 Stefan Hajek (Wiwo-Online)

#Selbstfahrendes Auto #Innovation #Automobilindustrie #Auto #automatisiertesAuto #Ladeinfrastruktur #Elektromobilität #Elektroauto #AutonomesAuto #Elektromobilität #Ladesäule #AutomatedDriving #AutonomousCar

von Jürgen Vagt 22.10.19
heute war wieder ein Journalist und ein Urgestein der Wirtschaftswoche zu Gast bei den Zukunftmobilisten. Stefan Hajek gehört seit bald 20 Jahren zur Wirtschaftswoche und macht eben so lange auch schon Technologiejournalismus mit dem Schwerpunkt auf Mobilität und Automobil. Mit den ersten halbwegs überzeugenden Elektroautos in den Jahren 2012 und 2013 kam massive Dynamik in den Automobiljournalismus. Denn die Etablierung einer neuen Antriebstechnik war und ist eine spannende Dynamik und man musste nicht mehr über das Radkappendesign am 5er BMW berichten. Gerade bei der Wirtschaftswoche liegt und lag natürlich ein Schwerpunkt auf die deutsche Schlüsselindustrie dem Automobilbau. Im Jahr 2019 sind aber 80 % des Leserfeedbacks immer noch Fragen zur Umweltverträglichkeit der Elektromobilität. Die Debatte in der Gesellschaft insbesondere in den großen Fernsehtalkshows dreht sich ja immer noch um diese Frage. Das Angebot an Elektroautos wird zwar besser, aber gegenwärtig ist das Thema für die deutsche Mittelschicht noch keine konkrete Konsumentscheidung.

Der Klassiker: Wasserstoff oder Batterie-Elektrisch

Die Industrie setzt zwar auf den batterie- elektrischen Antrieb, aber im Jahr 2019 rutschte der Vergleich der Antriebskombinationen von Wasserstoff/Brennstoffzelle und Elektromotor/Batterie wieder nach oben auf die Agenda. Harald Lesch der Wissenschaftsjournalist hat die Debatte mit einem sehr erfolgreichen You Tube Video (Der Beitrag ist in der Show Notes aufgeführt) jetzt mal wieder angestoßen und Stefan Hajek hat dann die fehlende Wirkungseffizienz der Antriebskombination von Wasserstoff/Brennstoffzelle sehr detailliert dargestellt. Zudem muss man auch sagen, dass Harald Lesch eine unrealistisch hohe Ladezahl von 350 kW bei Ladesäulen angenommen hat. Mit so einer Ladestärke würde das Leitungsnetz überlastet werden, das ist zwar richtig, allerdings plant auch niemand in der Branche der Elektromobilität ein so hahe Ladestärke. 350 kW Ladestärken werden nur an Autobahnen geplant und eben nicht flächendeckend in ganz Deutschland. Zum Abschluss ging es um die nervende Frage, kostet die Etablierung der Elektromobilität in Deutschland in der deutschen Autoindustrie Jobs? So eine Frage ist irgendwo Kaffeesatzleserei, aber in der Tendenz wird die Elektromobilität Jobs kosten, weil das Elektroauto einfacher zu bauen ist.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 56 Prof. Dr. Friedbert Pautzke (HS – Bochum)

#Selbstfahrendes Auto #Innovation #Automobilindustrie #Auto #automatisiertesAuto #Ladeinfrastruktur #Elektromobilität #Elektroauto #AutonomesAuto #Elektromobilität #Ladesäule #AutomatedDriving #AutonomousCar

von Jürgen Vagt 07.10.19
heute war Prof. Dr. Friedbert Pautzke von der Hochschule Bochum zu Gast bei den Zukunftsmobilisten und Prof. Pautzke ist ein Veteran der Zukunftsmobilität. Schon im Jahr 1999 begann Prof. Dr. Friedbert Pautzke in Bochum an den elektrischen Antrieben zu forschen. Dem studierten Elektrotechniker war die fehlende Energieeffizienz des konventionellen Verbrennerautos ein Graus. Alleine die Fahrzeugarchitektur des klassischen Verbrenners ist ineffizient, weil ein großer Motor über verschiedene Wellen die Energie an die Räder übertragen muss und bei diesen mechanischen Übertragungen geht sehr viel Energie und Wirkungsgrad verloren. Bei den technologischen Experten galt das Elektroauto als ideales Fahrzeug für Großstädte, weil die Motors-Charakteristik des Elektroautos hervorragend zu den Anforderungen des Großstadtbetriebes passt. Die Durchbrüche bei den Batterien in den 2010er Jahren sorgen dafür, dass der batterie-elektrische Antrieb bis zur Mittelklasse problemlos eingesetzt werden kann.

Elektromobilität ist etabliert

Heute im Herbst 2019 können alle großen Autohersteller Elektroautos bauen und technisch ist die Elektromobilität bei den Hersteller etabliert. Langsam aber sicher werden die Elektroautos auch im Betrieb günstiger als klassischen Verbrenner. Trotz der Fridays for Future Bewegung erwartet Prof. Dr. Friedbert Pautzke, dass die Nachfrage erst dann steigen wird, wenn die Autokäufer merken, dass Sie mit einem Elektroauto günstiger und komfortabler fahren. Die konventionellen Kriterien bleiben für den Kauf eines Elektroautos entscheidend, denn die Bürger geben immer fleißig an, dass der Umweltschutz für den Autokauf wichtig ist. Einen Mehrpreis und Einschränkungen in der Leistungen haben die Käufer bislang nicht akzeptiert. Batterie-elektrische Fahrzeuge von asiatischen Herstellern sind seit dem Jahr 2018 in der Totalkostenbetrachtung besser als die vergleichbaren Verbrenner. Die Brennstoffzelle und der dazugehörige Wasserstoff ist wieder ein Thema, aber Prof. Dr. Friedbert Pautzke sieht für den Wasserstoff keine Zukunft im Automobilbau. Wasserstoff könnte eine Rolle in der Energiespeicherung spielen, aber unter den Bedingungen des Autos macht Wasserstoff keinen Sinn. Der Wirkungsgrad bei der Antriebs/Wasserstoff Kombination bedeutend schlechter als bei batterie- elektrischen Fahrzeugen, allerdings könnte diese Antriebskombination ein Thema im Schwerlastverkehr werden. Bei großen LKWs ist das Verhältnis von Ladevolumen und Batteriegröße zu schlecht, wenn ein batterie- elektrischer Antrieb verbaut wird.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 55 Christian Löwe (DB-Ventures)

#SelbstfahrendesAuto #Innovation #Automobilindustrie #Auto #automatisiertesAuto #Ladeinfrastruktur #Elektromobilität #Elektroauto #AutonomesAuto #Elektromobilität #Ladesäule #AutomatedDriving #AutonomousCar

von Jürgen Vagt 25.09.19
heute war ein Betriebswirt in Person von Christian Löwe zu Gast bei den Zukunftsmobilisten. Die gute alte Bahn hat seit 2015 eine Venture-Capital Tochter und investiert in spannende Mobilität -start Ups und es gibt gerade viel zu tun. Denn in der Zukunftsmobilität tut sich gerade viel, es kommen in den letzten Jahren mehr und immer bessere Konzepte auf den Markt. In der Mitte der 2010er Jahre wurde immer mehr Sharingkonzepte eingeführt. Interviewpartner aus diesem Bereich waren ja auch schon hier bei den Zukunftsmobilisten zu Gast: http://elektroautovergleich.org/2019/01/elektroroller-im-sharing-alexander-meiritz-emmy-sharing-bei-den-zukunftsmobilisten/
und http://elektroautovergleich.org/2018/11/elektroautos-und-start-ups-beres-seelbach-von-ono-bei-den-zukunftsmobilisten/
Es kommen ja immer mehr Unternehmen auf den Markt, so zu Beispiel Moia in Hamburg. Wenn man jetzt eine Bestandsaufnahme vornimmt, dann muss man feststellen, dass es insbesondere in Großstädten immer mehr und neue Verkehrskonzepte gibt. Es gibt also Rollersharing und Sammeltaxis und jetzt stellt sich die Frage, wie diese Verkehrsangebote besser und intelligenter werden.

Intermodale Verkehrsketten besser miteinander vernetzen

DB-Ventures investiert daher vornehmlich in Start ups, die mittels Big Data und den entsprechenden Analysen und Vorhersagemodelle den zukünftigen Verkehr besser steuern.
Bei einer Wegstrecke in Berlin werden vielleicht idealtypisch 4 Verkehrsträger benutzt und aus diesem Verkehrsverhalten kann man Nutzerprofile entwickeln, sodass die Angebote optimiert werden können und man kann neue Angebote in den Markt setzen. Dadurch werden Lücken geschlossen und ein effizienteres Angebot entsteht. Natürlich hat die Bahn ihre Bahnhöfe, aber es stellt sich die Frage, wie die Menschen zu diesem Mobilitätshub kommen. Diese Zuliefererverkehre aus dem Stadtgebiet zu den Mobilitätshubs oder in durchschnittlichen Deutsch Bahnhöfe sind das strategische Ziel der Bahn. In diesem Bereich wird investiert und hier sucht man die entsprechenden guten Start ups. In diese Gemengelage dringt das Thema des automatisierten Fahrens rein, jetzt im Frühherbst werden zwar werden gerade Schaufensterprojekte an zentralen Orten wie der Straße des 17. Juni gestartet. Aber das sind mehr öffentlichkeitswirksame Maßnahmen, wirklich interessant sind automatisierte Busse, die aus Wohngebieten zu den Bahnhöfen fahren und Passagiere mit nehmen.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 54 Stefan Leppler Motion Tag

#Selbstfahrendes Auto #Innovation #Automobilindustrie #Auto #automatisiertesAuto #Ladeinfrastruktur #Elektromobilität #Elektroauto #AutonomesAuto #Elektromobilität #Ladesäule #AutomatedDriving #AutonomousCar

von Jürgen Vagt 19.09.19
heute war Stefan Leppler von Motion Tag https://motion-tag.com/en/ zu Gast bei den Zukunftsmobilisten und wir sprachen über sein Start up und dessen Rolle in der Zukunftsmobilität. Motiontag sammelt anyomisierte Daten von Nutzern ein und zeigt mit dieser Datengrundlage Effizienzpotenziale für Mobilitätsunternehmen an. Wenn Menschen eine gewisse Wegstrecke mit mehreren Verkehrsmitteln zurücklegen, dann werden über diese Wegstrecken die Nutzerdaten per App gesammelt und aus diesen Daten werden Nutzerprofilen generiert. Mit diesen Datenbeständen können dann Optimierungen bestimmt werden, also wo müssen im Stadtgebiet mehr oder weniger Shuttle angeboten werden? Wie können Sharing-Anbieter mit Fahrrädern besser mit dem klassischen ÖPNV zusammenarbeiten? Nutzer sind zwar nicht im Fokus von motiontag, aber in den nächsten Jahren werden die Angebote der Verkehrsbetreiber immer besser, weil man die Kundenbedürfnisse besser versteht.

Neue Akteure in der Mobilität

In den letzten Jahren sind immer mehr und neue Akteure zu Mobilitätsanbietern geworden und das Teilen von Verkehrsmitteln wird immer populärer. Insbesondere junge Großstädter wollen kein eigenes Fahrzeug mehr besitzen und scheuen auch die Festkosten des eigenen Autos. Daher gibt es immer Sharing-Optionen und man kann von Fahrrad bis zum Auto die Fahrzeuge ausleihen und nach der Fahrt wird es von jemand anders genutzt. Daher kommen immer mehr neue Akteure in die Mobilität, Alexander Meiritz http://elektroautovergleich.org/2019/01/elektroroller-im-sharing-alexander-meiritz-emmy-sharing-bei-den-zukunftsmobilisten/ und Mladen Djuric http://elektroautovergleich.org/2019/03/elektrische-kleinbusse-im-ridesharing-die-zukunftsmobilisten-nr-24-mladen-djuric-clevershuttle/
Bislang sind diese Optionen nicht aufeinander abgestimmt und greifen nicht einander und bei diesem Problem bietet die Software von motiontag Abhilfe. Für Kommunen besteht so die Möglichkeit auch den Verkehr in der Stadt effizienter zu machen, denn viele Städte wollen den individuellen Verkehr mit privaten PKWs aus den Innenstädten drängen. Die Privat-Pkws brauchen viel Platz und erzeugen Emissionen und Lärm in dicht besiedelten Städten und viele große Kommunen und Städte werden früher oder später den Zugang von Autos erschweren. Vielleicht werden schon in ein paar Jahre automatisierte Shuttles in den Städten fahren und dann braucht man eine Datengrundlage, um diese autonomen Shuttles besser im Verkehr zu steuern. Roboter-Taxis werden eingesetzt, um Menschen aus dem Stadtgebiet zu einem Verkehrsknotenpunkt zu bringen.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 53 Andreas Rimkus MdB SPD

#SelbstfahrendesAuto #Innovation #Automobilindustrie #Auto #automatisiertesAuto #Ladeinfrastruktur #Elektromobilität #Elektroauto #AutonomesAuto #Elektromobilität #Ladesäule #AutomatedDriving #AutonomousCar
von Jürgen Vagt 12.09.19
heute war der gelernter Elektromeister Andreas Rimkus bei den Zukunftsmobilisten zu Gast. Andreas Rimkus sitzt seit der Bundestageswahl 2013 für die SPD im Bundestag und kümmert sich fraktionsintern um die Elektromobilität. Am Anfang des Gespräches ging es um die Frage, wie technologie-offen die Förderung der alternativen Antriebe sein soll. Der Parteivorsitzende der oppositionellen FDP Christian Lindner kritisiert die Regierungskoalition, weil er eine zu einseitige Förderung der batterie-elektrischen Fahrzeuge wahrnimmt. In das gleiche Horn stößt auch der Verband der Automobilhersteller, aber hier hält Andreas Rimkus entgegen, dass auch Wasserstoff gefördert wird. Andreas Rimkus sieht für den Wasserstoff als Speichermedium noch eine große Zukunft und er erwartet eine große Vielfalt an Antriebs – und Speicherkombinationen, allerdings muss sich der Bürger von der Vorstellung einer eierlegenden Wollmilchsau als Auto verabschieden.

Kein Auto für jeden Anlass

Großstadtpendler können sehr gut mit einem elektrischen Kleinwagen und einer kleinen Batterie leben, aber der Vertreter mit hoher Reisetätigkeit wird sich entweder einen Hybrid oder ein Wasserstoffauto kaufen. Der Staat wird in den sauren Apfel beißen und die verschiedenen Infrastrukturen auch ausbauen, also wird es an den großen Transitstrecken Wasserstofftankstellen geben und in den Innenstädten wird es Ladesäulen für batterie-elektrische Autos geben. Die verschiedenen Ladeinfrastrukturen werden erstens kostspielig und auch Co2 intensiv im Ausbau sein. Die individuelle motorisierte Mobilität wird sich also aus Verbrennerantrieben in eine massive Vielfalt weiterentwickeln, aber Andreas Rimkus glaubt auch an Mischformen, wo die Batterien als Speichermedium mit anderen Speicherformen kombiniert werden. Der Vorteil des batterie-elektrischen Antriebs ist aber die Einfachheit, diese Einfachheit würde mit zwei Speichermedien im Auto wieder verloren gehen. Abschließend ging es noch um die Frage, ob die deutsche Automobilindustrie die Elektromobilität noch genießen kann. Die Produktion der Batteriezellen ist zu 80 % in Asien und wird auch nicht mehr so schnell zurückkommen, diese Entwicklung hat die Autoindustrie und das Verkehrsministerium verschlafen und nun werden 30 % der Wertschöpfung beim Elektroauto NICHT in Deutschland stattfinden.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 52 Prof. Dr. Ing. Petra Schäfer ReLUT - Research Lab for Urban Transport

#Selbstfahrendes Auto #Innovation #Automobilindustrie #Auto #automatisiertesAuto #Ladeinfrastruktur #Elektromobilität #Elektroauto #AutonomesAuto #Elektromobilität #Ladesäule #AutomatedDriving #AutonomousCar

von Jürgen Vagt 13.09.19
heute war Frau Prof. Dr. Petra Schäfer von der FH Frankfurt zu Gast bei den Zukunftsmobilisten. Die promovierte Bauingenieurin ist seit 12 Jahren Professorin in Frankfurt und war vorher in der Verkehrsplanung tätig. Prof. Dr. Petra Schäfer sieht gegenwärtig noch die Notwendigkeit eines massiven Mentalitätswandels, denn die technischen Parameter sind so gut, dass schon 90 % der Menschen auf ein Elektroauto umsteigen können und diese 90 % beziehen sich auf Städte. Selbst 70 % der Landbevölkerung können mit den Reichweiten der Modelljahrgänge 2017 oder 2018 auf Elektroauto umsteigen. Aber trotzdem kommt die Elektromobilität bei Privatkunden und kleineren Logistikern nur sehr langsam in Fahrt. Grundsätzlich muss anders kommuniziert. Frau Prof. Dr. Petra Schäfer sieht hier die Handwerkskammern und die Ihks in der Pflicht die Elektromobilität den kleinen Logistikern und den Handwerkern zu erklären und hier gibt es erhebliche regionale Unterschiede.

Die Logistik bekommt neue Fahrzeuge

Zudem gibt es einen Wandlungsprozess, denn es wird neue Fahrzeuge geben und diese Entwicklung beginnt in den Großstädten. In der zukünftigen Logistik wird alles von der Sackkarre bis zu elektrisch angetriebenen 7,5 Tonner angewendet. Der Staat im Allgemeinen und die Kommunen im Besonderen wollen weniger Lieferverkehr und insbesondere Start ups bringen neue Fahrzeuge für die Last Mile Logistik. Schon in den nächsten Monaten werden elektrisch angetriebene Lastenfahrräder in der Auslieferung eingesetzt. Also sind neue Fahrzeugkonzepte kein allzu ferne Zukunftsmusik. Allerdings bedeutet eine Vielfalt an neuen Fahrzeugkonzepten nicht unbedingt weniger Verkehr. Diese Zielsetzung kann nur durch intelligente Verkehrssteuerung erreicht werden. Bei diesem Problem könnte das autonome Shuttle im öffentlichen Nahverkehr helfen und dieses Thema findet Frau Prof. Dr. Petra Schäfer als sehr spannend. Die Erforschung beginnt gerade in diesem Frühherbst und es werden auch in diesem Testprojekt auch die sozialen Perspektiven des Fahrens mit autonomen Shuttles erprobt. Gegenwärtig werden zwar Studien veröffentlicht, dass sich nur 50 % der Deutschen in ein autonomes Shuttle setzen wollen, aber es bleibt abzuwarten, wie den Passagieren der Frankfurter Modellvorhabens das autonome Fahren gefällt.

Die Zukunftsmobilisten: Nr. 51 Dieter Janecek MdB Grüne

#SelbstfahrendesAuto #Innovation #Automobilindustrie #Auto #AutomatisiertesAuto #Ladeinfrastruktur #Elektromobilität #Elektroauto #AutonomesAuto #Elektromobilität #Ladesäule #AutomatedDriving #AutonomousCar #DieterJanecek

von 03.09.19 Jürgen Vagt
heute kam ein ausgewiesener Digitalpolitiker von den Grünen bei den Zukunftsmobilisten zu Wort. Dieter Janecek kommt aus Bayern und sitzt, seid 2013 im Bundestag und am Anfang des Interviews haben wir über die Entwicklung der Elektromobilität und des autonomen Autofahrens in den letzten Jahren geredet. Die Zweifler an der Elektromobilität sind im Parlament im Laufe der Jahre immer weniger geworden und automatisiertes/autonomen Autofahren schiebt sich in den letzten 2 – 3 Jahren auf die politische Agenda. Wie von einem Oppositionspolitiker zu erwarten ist, kritisiert Dieter Janecek die Maßnahmen der Bundesregierung. Gegenwärtig ist das Rennen um die Zellen der Lithium-Ionen Batterien verloren und im August 2019 kommen 80 % der Zellen aus Asien. Die Bundeskanzlerin Angela Merkel will nun die Zusammenarbeit mit Frankreich verstärken, damit in Europa eine Fertigung von Batteriezellen entsteht. Hier wünscht sich Dieter Janecek mehr Initiative von der Bundesregierung, aber es wird sehr schwierig den Entwicklungsrückstand aufzuholen. Große Hoffnungen setzt Dieter Janecek auf die Feststoffbatterien und hofft, dass Deutschland diese technologische Veränderung nutzen wird, um wieder Wertschöpfung im Batteriebau in Deutschland zu bündeln. Die bestehenden Förderungen beim Elektroautokauf soll zu einem Bonus-Malus-System umgebaut werden. Schwere SUVs sollten sanktioniert werden und die Mehreinnahmen würden die Grünen verwenden, um den Kauf von kleinen Elektroautos zu fördern.

Grüne Versionen für den Innenstadtverkehr

Als Leitbild betrachtet Dieter Janecek die skandinavischen Städte und insbesondere Kopenhagen, denn Skandinavien hat den Weg von der autogerechten Stadt zur menschenfreundlichen Stadt schon beschritten. Aber das autonome Fahren ist ein zweischneidiges Schwert für die Innenstädte, denn das Fahren in den sogenannten Roboter-Taxis wird günstiger als bei Taxis mit einem menschlichen Fahrer. Wenn Roboter-Taxis flächendeckend eingesetzt werden, dann entsteht ein Wettbewerb für´das Fahrrad oder dem guten alten ÖPNV. Also wünscht sich Dieter Janecek, dass die selbstfahrende Kleinbusse als Ergänzung des öffentlichen Nahverkehrs eingesetzt werden. Denn diese selbstfahrenden Kleinbusse sollen als Ruf-Busse in ländlichen Regionen den Landbewohnern eine bessere Verkehrsanbindung bieten.